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| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Oktober 2005
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Erster "Tag des Zweithaars" - auch in Kleinmachnow
Es ist das bestgehütetste Geheimnis. Jeder zweite Mann und jede zehnte Frau haben genetisch- oder krankheitsbedingt mit Haarproblemen zu kämpfen. Aber nicht nur die Betroffenen versuchen, mit allerlei Tricks und Hilfsmitteln den Haarausfall zu verbergen. In der Öffentlichkeit erfährt man auch sonst kaum etwas über die professionellen Möglichkeiten und Hilfen des Haarersatzes. Das Tabuthema wird nun erstmalig vom Bundesverband der Zweithaar-Einzelhändler und zertifizierten Zweithaarexperten öffentlich gemacht. Am 22. Oktober findet in ganz Deutschland der erste "Tag des Zweithaars" statt. Auch in Kleinmachnow. In der "Haarpraxis" von "Axel Wagner Friseure", Heidefeld 7, gibt es für alle Interessierten an diesem Tag zwischen 10 und 16 Uhr Informationen über die neuesten Produkte und Befestigungssysteme – und das in gemütlicher Atmosphäre: Der Friseurmeister erklärt selbst und die Gäste können zwischen einem Glas Sekt oder einer Tasse Kaffee wählen. "Wir nutzen den Tag für individuelle Beratungen und allgemeine Informationen für alle Neugierigen", kündigt Axel Wagner an, "und wir geben einen Einblick in das Handwerk des Perückemachers". Am Aktionstag sollen unter anderem interessante Perückenarbeiten gezeigt werden. Insofern richtet sich das Angebot nicht nur an Betroffene, sondern auch an Krankenkassendienstleistende und Pflegepersonal. Mit den unterschiedlichsten Aktionen will der Bundesverband erreichen, dass über das Thema endlich einmal unverkrampft gesprochen wird. "Die Hemmschwelle, sich mit seinen Haarproblemen an einen Spezialisten zu wenden, ist immer noch sehr groß", erklärt der Kleinmachnower Friseurmeister Axel Wagner, " Die Befangenheit beim Thema 'Haarausfall' und das Wissensdefizit über das, was wir eigentlich machen, hat uns bewogen, den Aktionstag mitzugestalten". Es ist wohl allgemein unbekannt, dass immerhin bis zu 15 Prozent der Frauen unter unregelmäßigem Haarwuchs leiden. Der Haarausfall tritt dabei diffus auf, das heißt, er verteilt sich über den ganzen Kopf. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich dann komplette kahle Stellen, vor allem entlang des Scheitels. Die "Geheimratsecken" kennt fast jeder Mann und auch die Angst, dass diese sich bis zu einer so genannten "Stirnglatze" ausprägen. Haarausfall wird heute als Makel gesehen. Das war nicht immer so. Ursprünglich dienten die Perükken nicht zum Überdecken eines Mangels, sondern waren Ausdruck der Mode oder einer vornehmen Abstammung. Wer also an Könige und Prinzessinnen denkt, kann seinen Haarersatz mit erhobenen Kopf tragen. K.S. zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-10-Zweithaar |
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