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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
Oktober 2005
Der älter werdende Mensch rückt in den Mittelpunkt

Unsere Gesellschaft verändert sich, insbesondere die demografische Veränderung stellt uns, als Gesellschaft, vor neue und schwierigere Herausforderungen. Bis 2015 wird es allein im Landkreis Potsdam-Mittelmark eine Zunahme der über 65-Jährigen um 6.000 Personen geben. Bis 2020 werden 30 Prozent der Bevölkerung (ganz Deutschland) älter als 65 Jahre sein. Das bedeutet: 2040 werden noch zwei Erwerbstätige auf einen Menschen im Rentenalter kommen.
Vor diesem Hintergrund müsse man die gegenwärtigen und zukünftigen Bedarfe in der zweiten Lebenshälfte schnellstmöglich erforschen und über die Ermöglichung und Befriedigung der Bedürfnisse nachdenken, heißt es beim Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt e.V. in Teltow (AWO). Doch wo ist der tatsächliche Bedarf in der Stadt Teltow? Welche Herausforderungen kommen auf ein regionales Zentrum wie die Stadt Teltow zu?
Um dies zu beantworten und alltagspraktische und finanzierbare Antworten für die Themen rund ums Altern zu finden, führten der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt e.V. (AWO) in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Sozialagentur Teltow GmbH (AWOSA) und der Wohnungsbaugesellschaft Teltow mbH (WGT) eine Erhebung mit dem Fokus Mietwohnungen durch.
Mit einer Ausgabe der Mieterzeitung MIET-ZE der WGT wurden im Juni 2005 1340 Fragebögen verteilt, wobei der Altersdurchschnitt der Befragten bei 65 Jahren lag. Als Kernaussagen der im September ausgewerteten Erhebung sind ein zu nehmender Bedarf an altersgerechten Wohnformen, wie betreutes Wohnen, und Maßnahmen zur Wohnraumanpassung zu nennen. Letzteres gilt insbesondere für die Wohnbereiche Bad und Küche. Aber auch ein steigender Bedarf an Hilfsmittel für Haushalt und den täglichen Einkauf, wie zum Beispiel Kücheninstrumente, Lupen und Rollatoren, ist festzustellen.
Weiterhin zeigte sich, dass die Beunruhigung über die Zukunft der sozialen Sicherheit bei 70 Prozent liegt. Bezüglich der öffentlichen Beratung (Erreichbarkeit der vorhandenen Anlaufstellen, die Sprechzeiten als auch Transparenz und Kompetenz) lag die Unzufriedenheit bei über 30 Prozent. Deutlich wurde auch, dass die Bereitschaft zu einem angemessenen Eigenanteil in der Prävention zugenommen hat, und vermutlich noch steigen wird. Die Menschen setzen sich immer mehr mit dem Thema des Älterwerdens auseinander.
Nicht nur für die AWO ein aussagekräftiges, doch erwartetes, Ergebnis. Auch Dr. Wilhelm Prögel, Geschäftsführer der WGT, und Wolf Stein, Geschäftsführer AWOSA GmbH, können nun Probleme gezielter und vor allem gemeinsam angehen, versicherten beide.
Die AWOSA GmbH in Teltow ist ein Fachgeschäft, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat seinen Kunden - Senioren der zweiten Lebenshälfte - Respekt und Würde entgegen zu bringen. Das Produktangebot erstreckt sich von Seniorenbedarf über Gehhilfen sowie optische und akustische Hilfsmittel und alles aus einer Hand, alles unter einem Dach. Für alle Beteiligten erwies sich die Erhebung als sehr nützlich.
AWO, AWOSA als auch TWG befassen sich nun mit einem nächsten Schritt. Hier liegt die Hauptaufgabe darin, einen möglichen altersangepassten Bedarf in Wohnungen und Häusern erkennbar zu machen, und dementsprechend umzusetzen.
sk







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-10-Mittelpunkt




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