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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
Mai 2005
Endlich Sonne!
Sonnenbaden ja, aber mit Vorsicht
Nach dem langen dunklen Winter, haben wir nun endlich wieder Sonnenschein und unsere Lebensgeister erwachen spürbar.

Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nehmen zu, wir fühlen uns insgesamt fitter. Auch psychische Erkrankungen wie Depression werden durch das Sonnenlicht positiv beeinflusst . Und wer darunter zu leiden hat, kennt den lindernden Effekt des Sonnenlichts auf Schuppenflechte und Neurodermitis.

Sonne tut Körper und Seele gut

Also nichts wie ab in die Sonne?
Im Prinzip ja, wenn man einige Vorsichtsmaßregeln einhält:
Cremen Sie sich vor dem ersten Sonnenbaden gut ein oder halten Sie es kurz, wenn sie unbekleidet in die Sonne gehen. Je heller Ihre Haut ist und verständlicher Ihr Wunsch "schön braun" zu werden, desto länger müssen Sie sich gedulden. Denn die Haut bei Nordeuropäern hat gute Gründe so hell zu sein: Das Sonnenlicht ist an der Vitamin-D-Produktion im Körper beteiligt, das wichtig für den Knochenaufbau ist. Die helle Haut schützt uns daher in der dunklen Jahreszeit vor Osteoporose.

Kann man hautschonend braun werden?
Ja, wenn Sie die Sonnenzufuhr langsam steigern, machen Sie es am Besten. Die Haut hat Zeit, sich an das Licht zu gewöhnen, Sie werden fast genauso schnell braun wie unter einer "Hauruckmethode" mit der Gefahr eines Sonnenbrandes und die Bräune bleibt wesentlich länger erhalten.

Was sind die Folgen eines Sonnenbrandes?
Jeder Sonnenbrand beschleunigt die Alterung der Haut. Das heißt, wer oft im Leben länger in der Sonne war als für seinen Hauttyp gut ist, kriegt schneller Falten. Auch die Zahl der Leberflecke nimmt mit der Sonneneinstrahlung zu. In seltenen Fällen führt zuviel Sonnenlicht sogar zu Hautkrebs.
Nehmen Sie das Risiko eines Sonnenbrandes also nicht einfach in Kauf - schützen Sie sich davor!

Was muss man bei der Auswahl von Sonnencremes beachten?
Effektive Sonnencremes besitzen einen sogenannten Lichtschutzfaktor. Er gibt an, wieviel länger man die Haut mit der Sonnencreme dem Sonnenlicht aussetzen kann als ohne. Lichtschutzfaktor 8 bedeutet also achtmal so lange, wie ohne Creme oder beispielsweise 2 Stunden, statt einer Viertelstunde. Verlassen sollte man sich darauf jedoch nicht: Die ersten Schäden treten ein bevor man einen Sonnenbrand sieht, in unserem Beispiel etwa schon nach einer Stunde.

Achten Sie beim Kauf der Sonnencreme darauf, ob es sich um den amerikanischen "SPF" (sun protection factor) oder den europäischen Faktor handelt. Die amerikanische Zahl ist fast doppelt so hoch. Also entspricht SPF 12 nur dem europäischen Faktor sechs.

Muss man bei Kindern Besonderheiten beachten?
Kinder sind am meisten gefährdet, da sie im Vergleich zu Erwachsenen eine dünnere und empfindlichere Haut haben. Für sie sollte man daher unbedingt ein Produkt mit hohem Lichtschutzfaktor z. B. 15 bzw. SPF 30 auswählen.

Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich mir trotzdem einen Sonnenbrand zugezogen habe?
Oft bemerkt man den Sonnenbrand erst ein paar Stunden nach dem Sonnenbaden. Die Haut ist dann "entzündet", das heisst heiß, gerötet und schmerzhaft. Die Entzündung erreicht meist am Folgetag ihren Höhepunkt und bedarf gut einer Woche, um wieder auszuheilen. In dieser Zeit sollte die Sonne unbedingt gemieden werden. Kühlende Geleés mit Lidocain helfen in der ersten Phase die Schmerzen zu lindern. Danach sollten Sie sich regelmäßig mit Hautcreme einreiben, damit die Haut weich und geschmeidig bleibt. Lassen Sie sich am Besten von Ihrem Apotheker zur Auswahl der Cremes beraten.

Für weitere Fragen zum Thema Sonne und Gesundheit stehen wir Ihnen natürlich auch in unserer Praxis zur Verfügung.

"mr" Fachberater: Dr. med. Jörg-Peter Pinnow Praxisteam für Gesundheit Ärztehaus am Rathausmarkt (033203)/ 865 75







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-05-Sonne




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