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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
März 2005
Kleines TEE-Lexikon
Botanik und Abauländer
Sprechen wir vom Tee schlechthin, denkt der eine an schwarzen Tee, der andere an Früchtetee und der nächste an Pfefferminze.
Die Stammpflanzen des Tees sind: Thea sinensis und thea assamica. Sie gehören zu den Cameliengewächsen.
Thea assamica ist ein echtes Tropengewächs, das viel Wärme benötigt. Der Strauch kann, würde man ihn nicht zurückschneiden, bis zu 15 m hoch werden. Die Teeblätter werden bis zu 15 cm lang. Tea sinensis ist widerstandsfähiger und kleiner, verträgt sogar Frost.
Heute ist die Assam-Hybride, eine Kreuzung aus beiden Tee-Urpflanzen, Grundlagen für die meisten Teekulturen der Welt. Die zahllosen Geschmacksnuancen der Züchtungen lassen sich beim schwarzen Tee mit den Begriffen wie blumig, zart-lieblich, herb, citrusartig, vollmundig-malzig, rauchig, nur annähernd beschreiben. Das allein hängt vom Anbaugebiet, Klima, Bodenbeschaffenheit, Lage, Erntezeit und Verarbeitung ab. Selbst das verwendete Wasser beim Aufguss lässt den Tee unterschiedlich schmecken. Die besten Tees werden stets nach der goldenen Regel "two leaves and a bud", von Hand gepflückt. Die "zwei Blätter mit der Knospe" sind Garanten für eine ausgezeichnete Qualität. Für 1 kg Tee werden 6000 bis 9000 solcher "Schüsse" benötigt.
Die feinsten Tees wachsen in Höhenlagen von bis zu 2000 m. Darjeeling (Indien) ist mit ca. 100 Teegärten der größte Produzent von Hochlandtees bester Sorten. Assam (indien, entlang des Brahmaputra-Stromes, ist das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Assam-Tees sind kräftig bis malzige Tees, die sehr oft als Grundlage für Teemischungen jeglicher Art dienen. Indien ist mit einer Jahresproduktion von 857.055 t der größte Teeproduzent. Exportiert werden davon 165.000 t.
Zweitgrößter Teeproduzent mit 770.000 Tonnen pro Jahr ist China. Exportiert werden davon 259.920 t. China ist bekannt für seine ausgezeichneten Grüntees. Seit Jahrhunderten aromatisieren die Chinesen ihre Tees z.B. mit Jasminblüten, Rosenblüten, geröstetem Reis und anderem. Bekannt sind Tees aus den Provinzen Szechuan, Yünnan und der vom Kaiserhof bevorzugte Keemun. Drittgrößter Teeproduzent mit 303.254 t/J ist Ceylon (Sri Lanka). In den Export gehen 291.891 t. Bis 1870 war Ceylon eine Kaffeinsel. Eine Pilzkrankheit vernichtete fast den gesamten Pflanzenbestand. Der Schotte James Tylor versuchte den Teeanbau und es gelang. Seit dem ist Ceylon eine Teeinsel.
Die wichtigsten Anbaugebiete sind Uva im Osten, Dimbula im Westen und Nuware im zentralen Hochland der Insel.
Kenia und Indonesien spielen zwar beim Anbau und Export eine große Rolle, beim Verbraucher eher nicht. Diese Tees werden meist für Mischungen und zum Aromatisieren verwendet.
Wollen Sie etwas über die Verarbeitung von grünem und schwarzem Tee erfahren, so warten Sie die nächste Ausgabe von "markt regional" ab oder besuchen Sie uns in unserem Geschäft.
mr-Fachberater: Die Teekiste, Eva-Maria Galler, Tel. 80749







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-03-Tee




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