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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
März 2005
Wissenswertes über Bauschäden
Gefährliche Schimmelpilze
Wie entstehen eigentlich Schimmelpilze?
Schimmelpilze sind Mikroorganismen. Sie vermehren sich hauptsächlich ungeschlechtlich durch Sporen. Der Einbau von dichten Fenstern in Verbindung mit falschem Lüftungs- und Heizungsverhalten sowie baulichen Mängeln führen heutzutage verstärkt zur gefährlichen Schimmelpilzbildung in Wohngebäuden.

Dipl.-Ing. Peter J. Binder

Voraussetzungen für Schimmelpilze sind organische Nährstoffe, die als Nahrungslieferanten dienen. Dem Hausschimmel reicht meistens schon Wohnungsstaub in Verbindung mit ausreichend Feuchtigkeit. Aber auch feuchte Raufasertapeten, Dispersionsfarben und Kunststoffputze stellen einen guten Nährboden dar. Dabei ist jedoch freies Wasser auf der Bauteiloberfläche Hauptwachstumsfaktor! Schimmelpilze gedeihen optimal bei Temperaturen zwischen 15-30 C und einem pH-Wert im leicht sauren Bereich. Außerdem benötigen Schimmelpilze zum Leben Luftsauerstoff, jedoch kein Licht.

Gesundheitliche Auswirkungen
Schimmelpilze können neben dem Verderben von Lebensmitteln, Materialzerstörungen und Pflanzenkrankheiten auch für die Beeinträchtigung der Gesundheit verantwortlich sein. Sie können zu Geruchsbelästigungen führen und außerdem auch Reizungen der Schleimhäute, Allergien, Infektionen und sogar Vergiftungen auslösen.

Und wie kann man Schimmelpilzbildung vermeiden?
Die relative Raumluftfeuchtigkeit sollte dauerhaft nicht 65% überschreiten und die Oberflächentemperatur darf in beheizten Aufenthaltsräumen nicht niedriger als 12,6 C sein.

Baumängel vermeiden!
Wichtig ist der Einbau einer ausreichenden Abdichtung und Wärmedämmung. Sie sollten Undichtigkeiten und Wärmebrücken vermeiden, die Baueile beim Neubau genügend austrocknen lassen und die Indikatorwirkung von Fenstern beachten. Fensterlose Räume sollte man möglichst vermeiden.

So vermeiden Sie Nutzungsmängel:
Im Winter 2-4mal täglich jeweils 5 Minuten bei weit geöffnetem Fenster lüften. Richtig Heizen, Wohnräume 20-22 C, Schlafräume 16-18 C. In der Wohnung keine großen Wäschestücke trocknen. Möglichst keine abdichtenden Tapeten verwenden und auf saugfähige Wandoberflächen achten. Stellen Sie Schränke nicht direkt an Außenwände.

Schimmelpilze wirksam bekämpfen
Ist es einmal zum Schaden gekommen, müssen zunächst die Ursachen gefunden und alle befallenen Materialien vollständig entfernt werden. Erst danach ist gegebenenfalls ein Einsatz von chemischen Mitteln sinnvoll. Ein Bausachverständiger kann in diesem Zusammenhang zuverlässig die Mängelursachen feststellen und bei der Problembeseitigung Hilfestellung leisten.

mr-Fachberater: Dipl.-Ing. Peter J. Binder, BDSF geprüfter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Betontechnologie u. Ingenieurbau,Tel 03329 - 61 55 09
www.gutachter-inter.net







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-03-Bauschaeden




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