Stahnsdorf
Teltow
Kleinmachnow
Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
November 2004
Wenig Aufwand, aber hohe Kosten
"Wärme aus der Steckdose" zu teuer
Jeder Krämer preist seine Ware. Auch die Anbieter von Elektroheizungen versprechen gern bequemes Heizen, kein Ruß, kein Staub, keine Stemm- oder Mauerarbeiten bei der Montage. Einfach auspacken und den Stecker rein- kann man beim Umzug auch ohne Schwierigkeit mitnehmen.



Stimmt zunächst alles. Wie aber sieht es mit der Wirtschaftlichkeit insgesamt aus? Die Anschaffungskosten sind zwar geringer - allerdings ist die Energie aus der Steckdose grundsätzlich um etwa das drei- bis vierfache teurer. Das ist nicht verwunderlich, denn zur Stromerzeugung muss die zweieinhalbfache Menge an Primärenergie aufgewendet werden. Über die Hälfte entweicht dabei als Abwärme ungenutzt in die Atmosphäre.

Es ist also grundsätzlich wirtschaftlicher, Brennstoffe wie Gas, Öl, Kohle oder Holz direkt für die Wärmeerzeugung zu nutzen als den teuren und ökologisch bedenklichen Umweg über Kraftwerk und Stromnetz zu wählen.
Sicher, für gelegentlich genutzte Räume kann sich eine elektrische Heizung dennoch lohnen. Dabei ist aber der Einsatz einer Nachtspeicherheizung zu empfehlen. In diesem Fall sollte man eine Vereinbarung mit dem Energieversorgungsunternehmen schließen. Denn nur durch den wesentlich günstigeren Nachtstromtarif ist die Wärme aus der Steckdose einigermaßen günstig zu haben.

H. Weiß







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-11-Wenig-Aufwand




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