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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
August 2005
Ein klares "Jein"
Der Förderverein Freibad Kiebitzberge reagiert verhalten…
...auf die Bereitschaft der drei Bürgermeister, eine Betreiber-Gesellschaft zu gründen.

"Es wird zur Gründung kommen", davon ist Klaus Wandrei überzeugt. Der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Kiebitzberge e.V. begrüßt die interkommunale Übereinkunft, gemeinsam und zukünftig das Bad zu sanieren und von der Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kleinmachnow mbH (GeWoG) betreiben zu lassen.



Aber ob die Forderung "Rettet das Freibad Kiebitzberge!" mit einer solchen Betreibergesellschaft bereits erfüllt wird, darauf antwortet Wandrei mit einem klaren "Jein". Bis jetzt hat der Vorsitzende den Eindruck, dass hauptsächlich der Förderverein die Initiative zum Erhalt des Bades in der Hand hält.
Wandrei vermisst "den nötigen Druck" von der kommunalen Verwaltung in Kleinmachnow, um die Gesellschaft entstehen zu lassen. "Wir könnten schon viel weiter sein", sagt Wandrei, der seit Ende Juli auf den zweiten Vertragsentwurf wartet, der eben bis zu diesem Zeitpunkt von der GeWog vorgelegt werden sollte.
Ein erster Vertragsentwurf musste nach den Einwänden des Fördervereins und vor allem der Gemeinde Stahnsdorf wieder zurück genommen werden. Die Verteilungsstrategie von 50:20:20 für die drei Kommunen, sah nicht nur Stahnsdorfs Bürgermeister Enser als "nicht so günstig" an. "Wenn wir das Geld der anderen Kommunen brauchen, können wir ihnen nicht weniger Mitspracherecht anbieten", meint auch der Vorsitzende des Fördervereins, "wir wollen eine gleichmäßige Verteilung".
Vor allem will der Förderverein - der mittlerweile über 220 Mitglieder zählt und dem auch etliche Betriebe angehören - nach Gründung der Betreibergesellschaft auch ein Mitspracherecht. "Wir stehen weiterhin für Initiativen bereit", so Wandrei. Niedrige Besucherzahlen bei schlechtem Wetter müssten nicht sein, meint der Vorsitzende, wenn man Gäste mit anderen Angeboten locken könnte - beispielsweise mit Konzerten, die der Förderverein jetzt schon organisiert.
Und auch die Sanierungskosten lassen sich deutlich nach unten drücken, wenn die Vereinsmitglieder selbst anpacken und für Sponsoren sorgen. Das hat die Aktion zur Sanierung der Beckenumrandung gezeigt.
Karsten Sawalski







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-08-Jein




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