| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
April 2005
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Keine große Hoffnung auf Nachbesserung
Die Landesplaner sehen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf nicht als eine Einheit und nicht als wirtschaftlichen Wachstumskern. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Der Teltow (KAT) fordert von der Landesregierung eine Nachbesserung der Einstufung, ihr Vorsitzender hat aber wenig Hoffnung auf ein Einlenken.
Nein, eine Rückantwort der Landesregierung sei bis jetzt noch nicht eingegangen, sagt Michael Burhenne, der sich aber nicht allzu große Hoffnungen macht, dass die Landesplaner gemeinsam mit Teltow auch Stahnsdorf und Kleinmachnow als "Zentrum im Verflechtungsraum" anerkennen. Burhenne (CDU), der auf der letzten Sitzung zum neuen Vorsitzenden der KAT gewählt wurde, denkt dabei an einen ähnlichen Versuch von vor etwa einem Jahr, als die KAT für die gesamte Region Teltow sich um die Anerkennung als "Mittelzentrum" bewarb. "Das ist auf den Sankt -Nimmerleinstag verschoben worden", so Burhenne. Das neue Leitbild in der Förder- und Strukturpolitik der Landesplanung, das von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck im Februar überraschend verkündet worden war, nimmt nun erste Formen an. Während die Landesplaner nun die Aufgabe haben, die Regionen auf ihre wirtschaftlichen Potenziale hin zu prüfen und einzugruppieren, drängen zunehmend Kommunen dahin, möglichst als Wachstumskerne anerkannt zu werden, um entsprechende Fördermittel beantragen zu können. Als "Zentrum im engeren Verflechtungsraum" sind auch Werder und Beelitz anerkannt worden. Ausgehend von der letzten Sitzung am 9. März hatte die KAT eine Erklärung zum Entwurf des "Landesentwicklungsplanes Zentrale Orte" (LEP ZOS) an die Landesregierung versandt. Darin wurden die Argumente formuliert, die dafür sprechen, die Region als Ganzes zu sehen und Kleinmachnow und Stahnsdorf mit dazu zu rechnen seien. Mit 2400 Betrieben und über 18400 Beschäftigten, insbesondere in der Technologie-, Kommunikations- und Dienstleistungsbranche, sei die Region sehr wohl ein wirtschaftlicher Wachstumskern, meint auch Michael Burhenne. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) verwies in der KAT - Sitzung darauf, dass auch deshalb "Nachbesserungsbedarf" bestehe, weil die Region mit 53000 Einwohnern auch ein Siedlungsschwerpunkt sei. Als "positiv" wurde auf der Sitzung auch die Zusammenarbeit beim Brandschutz, die Vernetzung beim Projekt "Reit-, Wander- und Radwegekonzept und bei der Schulentwicklungsplanung hervorgehoben. Allerdings gab es auch Selbstkritik: Kleinmachnows Bürgermeister Wolfgang Blasig gab zu Bedenken, dass es bis jetzt immer noch kein Leitbild für die "TechnoRegion" gibt, kein gemeinsamer Auftritt im Internet existiert und ein gemeinsamer Flächennutzungsplan "vorerst ein Fernziel" bleibe. "Als größte Schwierigkeit auf dem Weg zu einer gemeinsamen Region sehe ich die Überwindung der politischen Egoismen", sagt Michael Burhenne, der 1992 von West-Berlin nach Stahnsdorf gezogen ist. Jeder Handelnde denke zuerst an die eigene Kommune, so der KAT - Vorsitzende, der für die Zukunft eine Politik der kleinen Schritte vorschlägt: "Man braucht zunächst kleine Erfolge, die den Bürger zeigen, dass es etwas bringt, als Region anerkannt zu werden". Als Beispiel greift Burhenne die Anregung des FDP-Abgeordneten Hans-Peter Goetz auf. "Bei einer gemeinsamen KFZ -Zulassungsstelle in Teltow sparen die Bürger lange Wege und lernen die Vorzüge eines Zentrums kennen", so Burhenne. Karsten Sawalski zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-04-Burhenne |
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