| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
März 2005
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"Techno-Park Stahnsdorf" - neue Vermarktungsstrategie
Interview mit Bürgermeister Gerhardt Enser Die Gemeinde Stahnsdorf liegt zwischen Potsdam, Hauptstadt des Landes Brandenburg, und der Bundeshauptstadt Berlin. Seit Dezember 2004 trägt das rund 716.000 Quadratmeter große Gewerbegebiet an der Ruhlsdorfer Straße, den Namen "Techno-Park Stahnsdorf". Mit dieser Dachmarke will Bürgermeister Gerhard Enser die im Jahr 2001 begonnene Flächenvermarktung in Kooperation mit der Berliner TLG Immobilien (TLGI) und der Green-Park GmbH, aus Stahnsdorf, intensivieren. Über Unternehmer-Erwartungen und Bürgermeister-Ziele diskutierte "markt regional" (mr) mit Bürgermeister Gerhard Enser am 22. Februar, in Stahnsdorf. (Auszug aus dem Interview, Anm. die Redaktion)
mr: Das Gewerbegebiet mit dem Namen "Techno-Park Stahnsdorf", hat hervorragende Standortfaktoren, heißt es auf der Homepage der Gemeinde Stahnsdorf. Die Lage in der Metropolregion biete einen hohen Wohn-, Kultur- und Erholungswert. Bürgermeister Gerhard Enser, ist die Selbstdarstellung im Internet im Zuge mangelnder Investoren übertrieben? Enser: Nein. Die Gemeinde Stahnsdorf kann und soll sich bei der Eigenvermarktung von ihrer besten Seite zeigen: Wir sind mittlerweile die Gemeinde mit dem höchsten Gemeindesteueraufkommen je Einwohner in der Region Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf. Mit dem neuen S-Bahn-Halt in Teltow, ist auch Stahnsdorf noch enger mit Berlin verbunden. Die Parks, Seen, Wälder, Schlösser und Sehenswürdigkeiten im näheren Umfeld machen Stahnsdorf zu einem idealen Ort zum Leben und Arbeiten. Die vermarktungsfähigen Flächen im "Gewerbegebiet Quermathe / Grüner Weg", etwa 46.000 Quadratmeter, westlich und nördlich des Briefverteilzentrums, werden mit dem Neubau der Landesstraßen L 40 und L 77neu, noch attraktiver. Südlich der S-Bahn-Freihaltetrasse, östlich der Ruhlsdorfer Straße liegen rund 120.000 Quadratmeter große Gewerbefiletstücke. mr: Wie unterscheiden Sie "Techno-Park Stahnsdorf" und "Techno-Terrain Teltow"? Enser: Ich habe die Vision, dass die drei Gemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow zusammenwachsen. Daher sehe ich das Gemeinsame Anliegen der Areale, nicht das Trennende, die Konkurrenz. Bezogen auf das Gewerbeareal in Stahnsdorf, umfasst die Dachmarke Techno-Park die Gewerbeflächen der B-Plangebiete 1A "Hamburger Ring" und 1 B "Quermathe/Grüner Weg". Also, von der Iserstraße bis zur neuen L77, einschließlich der TLGI- Grundstücke und Betriebe aus dem "Green Park". mr: Wie vermarkten Sie die Flächen? Enser: Die Gemeinde arbeitet eng mit der TLGI und dem "Green-Park" zusammen. Die TLGI ist Großeigentümer im Techno-Park und verbreitet mit ihrem Marketing die Marke bundesweit. In der Vermarktungsstrategie bleibt Stahnsdorf unabhängig. Zur Optimierung der Vermarktung ist die Unterstützung von Gremien der Wirtschaftsförderung, wie der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), der Landesbank ILB und dem Wirtschaftsministerium erforderlich. Auf dem regionalen Wirtschaftsportal "Brandenburg-Portal" im Internet, präsentiert sich Stahnsdorf ab Sommer 2005. Auch Haushaltsmittel für Marketing stehen 2005 zur Verfügung. Im Herbst ist die Gemeinde an der zweiten regionalen Wirtschaftsschau beteiligt, voraussichtlich auf dem Techno-Park beteiligt; mit der TU Berlin sind Studienprojekte angedacht. mr: Welche Branchen passen in den "Techno-Park Stahnsdorf"? Enser: Vor allem das produzierende Gewerbe. Wir verzichten gerne auf großflächige Einzelhändler. Unsere Investoren-Akquise zielt auf Technologie orientierte Unternehmen ab. Beispielsweise aus den Branchen Feinmechanik, Laser, Sensorik, Mess - und Regeltechnik und Schaltelemente. Und Branchen, die zum Branchenführer Brandschutz "gte" passen. Diese Zukunftsbranchen passen zu den regionalen Industrie-Wurzeln. mr: Sind die Grundstückspreise zu hoch? Enser: Nein. Die Grundstückspreise sind im regionalen Vergleich niedrig. Wir haben es nicht nötig, die Grundstücke wegen der Zinsbelastung zu verramschen. Der Bodenrichtwert liegt bei 70 Euro/m², der Abverkauf liegt bei 80 Euro. Wir wollen seriöse Unternehmen, die langfristige Partnerschaften mit uns eingehen und der Dachmarke Techno-Park Sinn und Synergie verleihen. mr: Kann ein Interessent Grundstücke pachten? Enser: Ja, die Finanzierungsmodelle - auch für kleine und mittlere Unternehmen - sind flexibel. Insgesamt stehen Flächen von 2.000 bis 50.000 m² zur Auswahl. Wir müssen nur miteinander reden und handeln. (Interview/Text: Franziska Sylla / Uwe Valentin, Foto: Franziska Sylla) zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-03-TechnoPark |
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