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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
März 2005
Das Mühlendorf soll wachsen
Mit dem S-Bahnanschluss nach Teltow wird auch die Nachfrage nach Bauplätzen steigen, hoffen die Investoren
"Mit dem S-Bahnanschluss wird die Nachfrage steigen", ist sich Wolfgang Rosentreter sicher. Der Geschäftsführer der Mühlendorf Grundbesitz & Investitionsgesellschaft mbH & Co KG sieht die Anbindung des Öffentlichen Nahverkehrs an die Metropole Berlin als "außerordentlichen Vorteil" an, für Menschen, die überlegen, ob sie ins Grüne ziehen wollen. "Der neue S-Bahnhof Teltow Stadt an der Mahlower Straße grenzt direkt an unser Areal an", sagt Rosentreter, "wer hier wohnt, muss nur über die Straße gehen und ist mit der Bahn in 25 Minuten am Potsdamer Platz".

Ein winterlicher Blick zum Mühlendorf (Foto: U. Valentin)

In der Vergangenheit hätten Interessenten bei Verkaufsgesprächen "wegen der komplizierten Anbindung an Berlin oft Bedenken geäußert", so der Geschäftsführer. Jetzt hat das Mühlendorf einen gewissen Standortvorteil gegenüber anderen Teltower Neubaugebieten, weil es dichter dran ist am neuen S-Bahnhof.
So groß, wie einst geplant, wird das Mühlendorf allerdings in naher Zukunft wohl nicht werden. Etwa 500 Bewohner leben heute in den farbenfrohen Häusern. Das ursprünglich zu bebauende Areal erstreckt sich zwischen Gonfreville- und Bertholdstraße bis weit über die Kanada-Allee hinaus. 220 Wohnungen wurden bisher realisiert. "100 000 Quadratmeter sind noch nicht verbaut", so Rosentreter. Der Geschäftsführer der Mühlendorf GmbH ist im Gespräch mit der Stadt Teltow, um den Bebauungsplan dementsprechend zu ändern. Zwischen 800 bis 1000 Wohnungen sei jetzt die Zielsetzung.
Ende der 90er Jahre wollte der kanadische Immobilienmakler Robert Campeau 1500 Einfamilien- und Reihenhäuser bauen, acht unterschiedliche Haustypen in über 100 Gestaltungsvarianten, sollten hier entstehen. Doch die Partnerschaft zwischen dem Kanadier und einer Immobilien Bank zerbrach und das Vorhaben geriet das erste Mal ins Stocken. Im Jahr 2000 übernahm dann die Mühlendorf GmbH & Co KG die Vermarktung und bot in vierstöckigen Gebäuden je zwei Galerie- und Terrassenwohnungen in so genannter "Modularer Bauweise" an. Die Mühlendorf GmbH tritt nun nicht mehr als eigener Bauträger in Teltow auf, sondern verkauft, erschlossene Flächen an Immobilienträger.
Außerdem sieht die Änderung des "Bebauungsplanes 23" eine Abkehr von der viergeschossigen Häuserbauweise vor. Zukünftig werden nur noch zweigeschossige Ein-, Mehr- und Reihenhäuser entstehen. Die Erschließung des gesamten Areals ist von der Mühlendorf GmbH vorgesehen: "Erschlossen wird nach Bedarf und pro Parzelle", sagt Rosentreter. Der Geschäftsführer ist davon überzeugt, dass Interessenten für eine Bebauung an schon bestehende Häuserreihen begeistert werden könnten: "Zum Beispiel an der Ottawa-Straße, dort hat man einen wunderschönen Blick in die Trinkwasserschutzzone, der auch in Zukunft nicht verbaut werden kann". Auf Anfrage des RGV antwortete der Teltower Bürgermeister zur Erschließung des Plangebietes: "Die Erschließung ist vertraglich geregelt, das Areal soll voll erschlossen werden". Auch Bürgermeister Thomas Schmidt zeigte sich davon überzeugt, dass sich das Mühlendorf nach dem S-Bahn-Anschluss "besser vermarkten lässt".
Im Mittelpunkt der Wohnanlage, zwischen Toronto- und Ontario-Straße wurde ein kleiner Park mit See angelegt. Rosentreter kann sich vorstellen, wie das Mühlendorf aus dieser "grünen Mitte" heraus weiter wachsen könnte: "Ein Café mit Blick zum See wäre hier von besonderen Interesse". Mit dem Kinderspielplatz in der Nähe könnte sich das Gelände um den See zu einem Treffpunkt entwickeln.
Für die Ansiedlung des Handels habe man etwas großzügig geplant, gibt der Geschäftsführer zu, weil es momentan schwierig sei, für 500 Bewohner eine Supermarktkette zu begeistern. Aber die 500 bis 600 Quadratmeter großen Gewerberäume lassen sich parzellieren. "Kein Problem", sagt Rosentreter.
Sein besonderes "Gesicht" soll das Wohngebiet Mühlendorf aber behalten. Einförmig, triste Siedlungsreihen sollen hier auch in Zukunft nicht entstehen. "Es wird nicht uniform", verspricht der Mühlendorf Geschäftsführer Wolfgang Rosentreter.
Text: Karsten Sawalski







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-03-Muehlendorf




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