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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
Februar 2005
Die S-Bahn kommt - große Eröffnungsfeier

Teltow. Anderthalb Jahrzehnte nach dem Mauerfall feiert Brandenburgs innovativste Region erneut ein bedeutendes Ereignis: Ab 24. Februar 2005 hält die S-Bahn nach über vier Jahrzehnten auch wieder in Teltow!



"Es ist zwar nur ein kurzer Streckenabschnitt bis nach Berlin-Lichterfelde, aber für unsere Stadt und die Region Teltow ein sehr Bedeutender." so Bürgermeister Thomas Schmidt auf der Pressekonferenz vom 25. Januar in Teltow. In nur 25 Minuten Fahrzeit, schneller als mit dem Auto, erreicht der S-Bahn-Fahrgast zukünftig den Potsdamer Platz in Berlin. Die neue S26, soll "den Wohn- und Wirtschaftsstandort Teltow stärken", ergänzt Bürgermeister Schmidt weiter. "Auch die Berliner sind herzlich eingeladen, die neue Endstation als Ausgangspunkt für ausgedehnte Wander- und Radtouren entlang dem Teltowkanal zu nutzen."
Bis zur Eröffnung der S-Bahn-Strecke wird die Stadt auch den geplanten Bahnhofsvorplatz fertig stellen. Zusammen mit einer Park-and-Ride-Anlage inklusive 74 Stellplätze sowie neuen Bushaltestellen, präsentiert sich der S-Bahnhof Teltow dann als neues "Eingangstor" für die Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf.

Verkehrsanbindung
Die Havelbus Verkehrsgesellschaft wird ihre Fahrpläne auf das neue S-Bahnangebot ausrichten: "Alle unsere Linien im Bereich Teltow werden auf die Anbindung zur S-Bahnlinie S26 abgestimmt. D.h. die Linien 601, 602, 620, 621, 622, 627, X1, und dazu X10 sowie die Linie 117 der BVG werden den neuen Teltower Stadtbahnhof zukünftig direkt anfahren und gewähren an der Haltestelle "Warthestraße" in Teltow eine Umsteigebeziehung mit optimalen Anschlüssen. Die einheitliche Gültigkeit der Fahrausweise bei der S-Bahn wie auch den regionalen Buslinien wird ebenfalls dazu beitragen, dass eine verstärkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu erwarten ist" hofft Betriebsleiter Dieter Schäfer von der Havelbus Verkehrsgesellschaft.

Meinungen, Standpunkte
"Der Schienenanschluss eröffnet neue Perspektiven für Unternehmer und Investoren", sagte Peter Effenberger, Teamleitung Luftfahrtechnik bei der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) auf der Pressekonferenz. Die ZAB akquiriert für Land und Region Investoren und fördert jährlich bis zu 40 mittelständische und Technologie orientierte Unternehmensgründer. Von einem besseren Verkehrsmittel-Management profitieren laut Effenberger, pendelnde Arbeitnehmer, Unternehmer, Kunden und Kulturliebhaber aus Berlin und Brandenburg gleichermaßen.
Für Kai Desinger, Gründer und Vorstand des medizintechnischen Unternehmens "Celon AG medical instruments", hat die Infrastruktur und gute Anbindung Teltows an Berlin einen großen Einfluss auf die Wahl seines Firmensitzes gehabt. "Ein bedeutender Schritt für Teltow, wenn auch hinsichtlich den Anforderungen der regionalen Wirtschaft ein weinig halbherzig", gibt Uwe Valentin, Sprecher des Regionalen GewerbeVereins Stahnsdorf, Kleinmachnow, Teltow e. V. zu bedenken. Ausgehend davon, dass sich der überwiegende Teil der regionalen Unternehmen an der westlichen Ortsgrenze Teltows, in direkter Nachbarschaft zu den Gewerbegebieten Stahnsdorfs, konzentriert, ist es fraglich, ob der jetzige S-Bahnhof im östlichen Teil der Stadt vor allem bei Pendlern aus Berlin Chancen hat, angenommen zu werden. Erst eine Verlängerung der Strecke bis in das neue Gewerbegebiet von Stahnsdorf, z.B. nördlich des SELGROS-Marktes, dürfte die Erwartungen von bis zu 10.000 Fahrgästen täglich erfüllen.

Fakten
Im Rahmen des Lückenschlussprogramms des Bundes wurden seit 1992 in Berlin Brandenburg insgesamt 16 Verbindungen repariert oder neu hergestellt. Das neue S-Bahn-Teilstück nach Teltow hat die DB ProjektBau GmbH in nur 16 Monaten erbaut. Seit dem Spatenstich am 22. Oktober 2003 wurden 32,50 Millionen Euro in den Unterbau, Gleise, die Signaltechnik in die behinderten gerechte Endstation investiert. Für den Neubau der Bahnstrecke wurden unter anderem rund 30.000 Kubikmeter Boden bewegt, 6.650 Kubikmeter Schotter eingebaut, jeweils 3,5 Kilometer Gleis und Stromschienen verlegt sowie vier Weichen und sechs Signale eingebaut und an das Elektronische Stellwerk in Lichterfelde Ost mit Bedienung durch die S-Bahn-Betriebszentrale Halensee angeschlossen.

Feierlichkeiten.
Die Inbetriebnahme des neuen S-Bahnanschlusses ist für alle Beteiligten und erst recht für die Teltower natürlich auch gebührender Anlass zum Feiern. Wie zu erfahren war, laufen bei der Stadt Teltow und der S-Bahn Berlin GmbH diesbezüglich bereits intensive Vorbereitungen. Erste Informationen dazu haben wir für Sie auf Seite 2 zusammengestellt.
mr/uv
Quellen: S-Bahn Berlin, www.s-bahn80.de







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-02-Sbahn




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