| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Februar 2005
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Ausgleichsbeträge für die Teltower Altstadt
Teltows historischer Stadtkern soll nach dem Willen der Stadtverwaltung Teltow noch viel schöner werden. Dies ist ein löblicher Vorsatz und jeder Betrachter der Altstadt kann sich von den offensichtlichen und bereits erfolgten Sanierungsarbeiten selbst überzeugen.
Um aber jenen Vorsatz bewerkstelligen und auch finanziell weiter realisieren zu können, hatten die Stadtverordneten in Zusammenarbeit mit dem Bauamt und der beauftragten Firma Complan beschlossen, den Anwohnern eine frühzeitige Rückzahlung der Ausgleichsbeträge zu ermöglichen. Die so in die Stadtkasse zurückfließenden Geldmittel könnten dann für neue Projekte in der Teltower Altstadt verwendet werden. Auf der am 1.2.05 statt gefunden Versammlung in der Grundschule II in Teltow wurden hier für, den hier zahlreich versammelten Grundstücksbesitzern, Vorgehensweise und Erstellung des gutachterlichen Konzepts zur Kostenbeteiligung vorgestellt. Herr Bürgermeister Schmidt, Frau Abraham von der Bauverwaltung, Dr. H. Sattler und Mitarbeiter der Firma Complan erläuterten die Arbeit der Sachverständigenkommision. Anhand eines ausführlichen Vortrages durch Herrn Dr. Sattler erhielten die Anwesenden Einblicke in die prognostizierten und der konjunkturellen Entwicklung bis 2008 angepassten Bodenwertsteigerung und der daraus resultierenden Ausgleichsbeträge. Diese können dann, je nach Lage und Bebauung, zehn bis 20 Euro pro Quadratmeter betragen. Dass seit Anfang der 90er Jahre die Bodenpreise im Sanierungsgebiet gesunken sind und bei Verkauf einen niedrigeren Preis erzielen würden, ist allerdings kein Hinderungsgrund die Ausgleichsbeträge nicht zu fordern. Fakt ist: jeder Eigentümer der Interesse hat, kann sich vom Bauamt ein individuelles Gutachten für sein Grundstück erstellen lassen, die Ablösesumme begleichen und dann wieder frei und ohne Sanierungsvermerk im Grundbuch über sein Grundstück verfügen. Der eingeräumte Vorteil läge dann bei Zahlung in 2005 pro Jahr bei einem Zinssatz von 6% auf den vorzeitigen Ausgleichsbetrag. Wer also sofort zahlt, spart 20%, 2006 noch ca. 16% und in 2007 etwa 11%. Risiko für beide Seiten dabei ist allerdings, das noch nicht genau fest steht, wie hoch 2008 der Ausgleichsbetrag wirklich sein wird. Leider gab es bei der anschließenden Diskussion kaum überzeugenden Argumente, um den Unwillen, der schon zu allen Zeiten stark gebeutelten Eigentümer, zu besänftigen. Erklärungsversuche wonach ja jeder normale Anlieger anderer Straßen viel höhere Erschließungskosten mitzutragen hätte, passten hier nicht ins Bild, denn schließlich sind ja die Grundstücke schon an alle Medien angeschlossen und eine Reparatur bzw. Sanierung solcher Anlagen werde seit Jahren über die Abnehmerbeiträge finanziert. Der, trotz Verkehrseinschränkungen, ständig durch die Altstadt rollende Fahrzeugverkehr und nun auch noch die, mit sehr umfangreichen Beeinträchtigungen verbundenen, Bauarbeiten an der Kuppelmayerschen Siedlungbelasten weiterhin die Anwohnerschaft. Probleme, wie noch zu klärende Rückgabeansprüche, bürokratische Unpässlichkeiten der Stadt gegenüber Grundstückseigentümern und Investoren sowie Sanierungsplanungen auf Privat-Grundstücken über die Köpfe der Eigentümer hinweg, waren nur einige Punkte der Diskussionsrunde. hb zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-02-Ausgleich |
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