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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
Dezember 2004
Sozialagentur der AWO in Teltow eröffnet
Fachgeschäft mit reichhaltigem Angebot für die zweite Lebenshälfte
Mit einem umfassenden Angebot ist das am 30. November in der Potsdamer Straße 62 in Teltow eröffnete Fachgeschäft für die zweite Lebenshälfte zwar nicht das erste seiner Art in Deutschland, dennoch einzigartig. Es bietet nicht nur ein reichhaltiges Sortiment von Artikeln für ältere, aktive Menschen, sondern auch Beratung für Betroffene und deren Angehörige, zum Beispiel beim seniorengerechten Umbau der Wohnung, hinsichtlich sozialrechtlicher und gesundheitlicher Aspekte.

Geschäftführer Wolf Stein (rechts) im Gespräch

Geschäftsführer der AWO Sozialagentur GmbH ist der Sozialpädagoge Wolf Stein; er betonte im Gespräch die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Denn der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung nehme immer mehr zu; im Gegenzug verringere sich die Zahl der Erwerbstätigen. Bis zum Jahr 2040 kämen auf einen Älteren nur noch zwei Beschäftigte. Wenn die Entscheidung über einen Umzug ins Altenheim anstehe, ist es für Präventionen zu spät; zudem sei es auch volkswirtschaftlich sinnvoll, wenn die Senioren so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden verbleiben können. Der finanzielle Aufwand für eine rechtzeitige Anpassung des Wohnraumes ist übrigens oft geringer als die Heimkosten für ein Jahr. Deshalb habe man bereits Kontakte zu der A-Z Handwerker Komplettbau GmbH als kompetente Fachfirma für barrierefreies Wohnen und zu der Wohnungsbaugesellschaft Teltow (WGT) aufgenommen.
Die angebotenen Produkte für Geh-, Seh- und Hörbehinderte stammen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Großbritannien und Skandinavien.
Es sind viele praktische Dinge darunter die gesundheitlich betroffenen und älteren Menschen das Leben erleichtern. So zum Beispiel Strumpfanziehhilfen, Uhren mit Zeitansage und extra großer Digitalanzeige, Tablettenteiler, Brettspiele mit Magnethaftung für die Spielfiguren und viele andere nützliche Dinge. Anliegen ist es, den Laden mit diesen Produkten nicht einfach nur voll zu stellen, sagte Stein, der über eine langjährige Erfahrung bei der Betreuung älterer Menschen verfügt, sondern ergänzend dazu auch umfassend zu beraten und zu informieren.
Bei aller Freude über den günstigen Standort ist Wolf Stein doch nicht ganz wunschlos glücklich. Denn um in die Räume zu gelangen, die einst von der Dresdner Bank genutzt wurden, sind einige Stufen zu bewältigen. Deshalb will man mit einer Rampe oder einer Hebevorrichtung auch Rollstuhlfahrern den ungehinderten Zugang ermöglichen. Bürgermeister Thomas Schmidt sagte bei seinem Besuch zu, sich für die Einrichtung einiger Behindertenparkplätze einzusetzen.

H. Weiß







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-12-AWO




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