| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
September 2004
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"Freie Wirtschaft statt staatliche Regulierung"
Unternehmergespräch im Green Park Stahnsdorf Unter dem oben genannten Motto trafen sich am Dienstag, den 7. September, der Landtagskandidat Hans-Peter Goetz und der Kreistagsabgeordnete Rolf Hermann Löhr, vor der Firma BIG IMAGE im Green Park Stahnsdorf mit Unternehmern des dortigen Gewerbestandorts und Vertretern des RGV e.V. Stahnsdorf, Kleinmachnow, Teltow.
Prominenter Gast war Gudrun Kopp, Mitglied des Bundestages sowie energie- und. verbraucherpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, die in Vertretung von dem stellvertretende Bundesvorsitzenden der FDP, Rainer Brüderle nach Stahnsdorf gekommen war. Zu Beginn der Veranstaltung erfolgte eine Besichtigung der Produktionshallen von BIG IMAGE. "Immer, wenn jemand meine, es gehe nicht, werde es interessant", erklärte Klaus Müller, einer der leitenden Mitarbeiter von BIG IMAGE Eingangs der Besichtigung. Man versucht, den Kunden die unmöglichsten Wünsche zu erfüllen. Mit den computergesteuerten Maschinen werden nicht nur verschiedene Stoffe bedruckt, sondern auch ausgefallene Materialien wie Tüll, Blech und Jalousien - eben alles, was sich auf die Trommel spannen lässt. Die teilweise bis zu einigen tausend Quadratmeter großen Stoffbahnen, die von einer bestimmten Größe an aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden, finden für Außenwerbung und Messen Verwendung sowie als Theater- und Filmkulisse. Das von 1990 an kontinuierlich gewachsene Unternehmen beschäftigt zur Zeit 25 Mitarbeiter. "Wichtig sei die richtige Personalstruktur, denn auch Frauen und Ältere leisteten gute Arbeit", sagte Müller. Alle zwei Jahre werde ein Azubi zur Ausbildung als Mediengestalter eingestellt. Zu seinen Sorgen und Wünschen befragt, antwortete Müller, an die leidige Bürokratie habe man sich zwar gewöhnt. In Deutschland seien aber zu viele Menschen mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt. Von der Politik wünsche er sich Verlässlichkeit und eine bürgernahe, verständliche Ausdrucksweise. In dem darauf folgenden Unternehmergespräch kritisierte Gudrun Kopp die Hartz IV-Reform. Die "Ein-Eurojobs" könnten gewerbliche Anbieter vom Markt verdrängen. Eine nicht mehr steuerbare Mammutbehörde nannte sie die Bundesagentur für Arbeit, die durch kleinere und flexiblere Strukturen ersetzt werden müsse. Goetz sprach die Chancen an, die sich aus dem neuen S-Bahn-Anschluss für die Region ergäben. Er erinnerte aber auch an die hohe Verschuldung Brandenburgs. Eine Milliarde Zinslasten müsse das Land jährlich bewältigen. Im öffentlichen Sektor sei mindestens ein Abbau von 14 000 Stellen notwendig. Das Vergaberecht versperre regionalen Anbietern häufig die Chancen auf öffentliche Aufträge. Weitere Themen waren die Vergabe von Fördermitteln an Großunternehmen, bei der kleine und mittelgroße Betriebe oft leer ausgingen sowie die unnötige Verzögerung von Entscheidungen, die unternehmerisches Handeln behindern. H. Weiß zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-09-Regulierung |
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