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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
August 2004
Sommerfest im Freibad
Optimismus für den Erhalt der 30jährigen Kleinmachnower Oase
Trübe war der Himmel über dem Freibad in den Kiebitzbergen, als wichtige Gespräche über die Zukunft dieses Kleinods geführt wurden. Doch das schlechte Wetter in der ersten Hälfte der Badesaison hatte sich nicht auf die Stimmung der Freibad-Förderer übertragen: Wolfgang Kreemke, nicht nur Sportlehrer am Teltower Kantgymnasium, sondern auch PDS-Fraktionsvorsitzender in Kleinmachnow und Mitglied des Fördervereinsvorstands, ist sehr optimistisch, dass das Schwimmbad am Teltowkanal gerettet werden kann, ohne dass Grundstücksteile veräußert werden müssen. In der Gemeindevertretung stehen die Mehrheiten für den Erhalt, und der ehrgeizige Förderverein schiebt die ersten Erfolge bereits an. Seit dem Besuch von Staatsekretär Martin Borholt Anfang Juli können die Freibadfreunde auf Lottogelder hoffen, die vielleicht im September verteilt werden. Aber auch ohne die Lottofee sieht Kreemke gute Chancen, dass in diesem Herbst der erste Bereich der absolut maroden Anlage überholt werden kann. Doch wie insgesamt 4,5 Millionen Euro für die komplette Instandhaltung aufgebracht werden sollen, bleibt unklar. Auf diese Summe kommt der derzeitige Träger, die GeWoG. Der Verein sieht weniger Kosten auf Kleinmachnows Kassen zukommen, wenn die Baumaßnahmen über mehrere Jahre gestreckt werden. Im Herbst könnte bereit als erstes das Babybecken an die Umwälzpumpe gehängt werden, bevor es endgültig durch die Hygieneprüfung fällt. "Wenn bereits die Strecke bis zum technischen Haus aufgebuddelt ist, dann kann auch der Bereich des Nichtschwimmerbeckens mitgemacht werden", berichtet Schwimmfreund Kreemke. Die Verletzungsgefahr durch abgefallene Fliesen sei schon unerträglich. Um keine Zeit zu verlieren, liegen auch bereits Angebote von Firmen aus der Region vor - geprüft und für gut befunden vom ehemaligen Bauleiter und jetztigem Fördervereinsvorsitzenden Klaus Wandrei. Der will und könnte als Rentner nicht mehr auf der Baustelle mitarbeiten, aber für das Ziel seines Vereins, das Schwimmbad zu erhalten, setzt er sein technisches Fachwissen noch gerne ein. Und Ideen sind auch schon vorhanden: So könnte die Ausdehnung der Saison mittels einer Überdachung des Schwimmerbeckens mehr Geld einbringen, auf keinen Fall sollten aber die Eintrittspreise erhöht werden. Aber auch Teltow und Stahnsdorf könnte man in die Verantwortung nehmen, dann müßte allerdings ein neuer Träger das Bad übernehmen.

"Durchprügeln will man die Ideen und Vorstellungen des Vereins nicht", erklärt Wandrei. Deswegen freut man sich schon auf viele Besucher, die zum Schwimmbadfest am Sonnabend, dem 21. August, von 9.30 bis 19.30 Uhr am Stand des Fördervereins ihre Meinung in einem Fragebogen kundtun können. Außerdem wird es ein umfangreiches Bühnenprogramm geben und die Sportvereine der Region werden ihre Arbeit präsentieren. Gerne hätte man an diesem besonderen Tag den Kleinsten den Eintritt erspart, aber die Kasse ist leer. Gezehrt wird noch von dem Super-Sommer 2003. Nur dank der jährlichen Finanzspritze von rund 200.000 Euro, die im letzten Jahr nicht gebraucht wurde, ist dieser Regenrekord-verdächtige Sommer noch zu stemmen. Waren es in der vergangenen Saison noch 100.000 Besucher, so zählte man bis Anfang Juli bisher erst 3- bis 4.000 treue Fans. Wohl einzigartig: Unter den Fans sind alle Parteien der Gemeinde wiederzufinden, wie die Mitgliederliste des Fördervereins beweist.
gm







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-08-Freibadfest




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