| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Februar 2005
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An alle Kumpels vom Bauhof Kleinmachnow!
Ihr seid doch Kumpels, oder? Wir haben gehört von eurer Angst um eure Arbeitsplätze, nur weil Überlegungen angestellt werden, wie verhindert werden kann, daß euer kommunaler Betrieb nicht noch mehr ausufert und uns Konkurrenz macht. Wieso habt Ihr Angst, wo Ihr doch dem öffentlichen Dienst angehört und die meisten von euch über 10 Jahre beschäftigt sind. Damit seit Ihr unkündbar, oder habt Ihr "Goldene Löffel geklaut"? Dann sieht es natürlich schlecht aus. Mal ehrlich Jungs, Ihr bekommt pünktlich euer Geld, Berufsbekleidung, Urlaub, Jahresabschlussfete, etliche Sondervergünstigungen und den feinsten Maschinenpark, den wir uns vorstellen können. Zumindest können wir nur davon träumen, nicht weil unsere Chefs zu dämlich sind, die haben den Beruf studiert, sondern weil Ihr von Steuergeldern lebt, welche wir erarbeiten müssen. Eure Chefs werden nach Beamtentarif bezahlt und nicht so knapp, wo gegen unsere von dem leben was übrig bleibt. Wenn eure Chefs Mist bauen, verläuft sich das im Sand, unsere dagegen und wir, laufen auf dem Sand - aber barfuß!! Es geht uns nicht darum wer mehr oder weniger arbeitet, versteht Ihr, sondern um Gerechtigkeit. Wir wissen oft nicht, wann wir freitags Feierabend haben oder ob wir am Montag noch Arbeit vorfinden. Wir haben immer gedacht, daß die Arbeiter- und Bauernparteien, SPD und PDS auf unserer Seite seien und uns unterstützen im Kampf um Lohn und Brot. Weit gefehlt - die unterstützen eher euch und machen euch zum "VEB-Bauhof" und demnächst zusammen mit Teltow und Stahnsdorf zum VEB-Kombinat-Bauhof (VEB-KB "TKS") Bei uns werden Überlegungen angestellt Kollegen zu entlassen, wogegen bei euch noch weitere vier Mitarbeiter eingestellt werden sollen. Welch ein Unterschied! Denkt Ihr darüber nicht nach, oder ist euch das Nachdenken abhanden gekommen? Versteht uns nicht falsch, wir sind nicht neidisch auf euch, die Luft des freien Unternehmertums ist uns wichtiger. Was wir möchten ist, daß Ihr uns nicht unsere Arbeit wegnehmt, sondern euch auf das beschränkt, was kommunale Aufgaben sind. Seht euch doch um in Kleinmachnow, an vielen Stellen sieht es doch aus wie "Saufen und Fressen" und dennoch macht Ihr lieber bei Müller, Meier, Schulze den Hof oder Rasen, oder fällt Bäume und macht den Winterdienst. Wir werden uns das nicht gefallen lassen. So Jungs, das soll erstmal genug sein. Vielleicht sehen wir uns mal beim Bier. Dann können wir uns weiter darüber unterhalten. Schönen Gruß und Tschüßi! eure Privat-Werktätigen aus Kleinmachnow (Leserzuschrift) zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-02-Kumpels |
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