Stahnsdorf
Teltow
Kleinmachnow
Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
März 2004
Soll die Teltower Berufsfeuerwehr baden gehen?

Wenn es nach dem Willen so einiger Politiker in Teltow ginge, wären die Tage der Teltower Berufswehr gezählt.
Zu teuer - lautet die Begründung.
Wenn es nach dem Willen so einiger Kleinmachnower und Stahnsdorfer Politiker gehen würde, wären die Tage des Schwimmbades in den Kiebitzbergen gezählt. Weil's keiner allein bezahlen will, oder kann. Die Liste der Sparmaßnahmen ließe sich beliebig fortsetzen. Dabei könnte alles so schön sein, wenn die kleinkarierten Querelen nun endlich der Vergangenheit angehören würden. Fotos, auf denen unsere drei Bürgermeister Einigkeit demonstrieren, gibt es wahrlich genug. Auch fallen die Sonntagsreden, die bessere Zusammenarbeit betreffend, hier und da schon recht hoffnungsvoll aus. Dabei sind gemeinsame Projekte, die allen zu gute kommen, gemeinsam auch meist bezahlbar. Mit dem Feilschen um die Nebensächlichkeiten kann man die Probleme natürlich immer wieder vor sich herschieben. Scharen von Politikern leben ja bekanntlich davon, und wie man täglich sieht, gar nicht so schlecht. Das Zusammengehen der drei Verwaltungen und die Bildung eines Mittelzentrums wird auf diese Weise wohl auch noch dauern. Es gäbe noch enorm viel Gesprächsbedarf. Vielleicht will man warten bis die drei Orte "abgebrand" sind.
Da zerbricht man sich, zum Beispiel, den Kopf, in wie weit man auch Berlin oder Potsdam zur Mitfinanzierung des Schwimmbades heranziehen sollte, statt froh zu sein, dass überhaupt Menschen von dort den Weg her finden. Jeder Gast gibt ja meist auch Geld vor Ort aus. Und die Bürger unsere Region würden auch mehr Geld hier lassen, wenn es genügend attraktive Angebote gäbe. Bis hier einmal Kurtaxe von den Auswärtigen kassiert werden kann, wird wohl noch einiges passieren müssen. Vielleicht sollte man zur Abwechslung mal auf die vielen kleinen, aber so beliebten, Streiterein verzichten, um an tragfähigen Konzepten zu arbeiten. Da könnten die Bürger wenigstens hoffen, dass die Vernunft doch noch siegt.
Es wäre doch schön, könnte die Berufsfeuerwehr, gemeinsam mit den Freiwilligen in den Kiebitzbergen, schwimmen - und nicht etwa geschlossen baden gehen. "Dann könnt man Waden sehn, rund und schön im Wasser stehn". Das soll übrigens besonders gut gehen, solange noch Wasser vorhanden ist, und nicht von jedem mitgebracht werden muss.
M. Ollmert







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-03-Feuerwehr




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