| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Februar 2004
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Schleusenbrücke, flüssig oder überflüssig?
Nach dem die Anwohner, mit Unterstützung der Kleinmachnower Sozialdemokraten, den Bau ihrer Schleusenbrücke zwei Jahre verhindern konnten, soll es ja in diesem Jahr, nun endlich losgehen, um eine Jahrzehnte bestehende Verbindung wiederherzustellen. Der Verkehr zwischen Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow würde endlich wieder besser verteilt und flüssiger werden. So mancher Stress bliebe den Autofahrern und den Anwohnern der Umleitungsstrecken erspart. Und gespart werden, ausnahmsweise auch mal Kosten, beim gebeutelten Autofahrer. Endlich mal eine Maßnahme, logisch, leicht verständlich und ohne bürokratischen Mehraufwand. Es wäre doch zu schön, um wahr zu sein. Endlich wächst zusammen, was zusammen gehört. Willi Brandt konnte ja nicht ahnen, dass einige Wenige, seiner Parteifreunde aus Kleinmachnow, sein Diktum, falsch verstanden haben. Sie wollen mit der Öffnung der Brücke warten, bis alle Umgehungsstraßen der Region fertig sind. Na das kann, angesichts der schmalen Kassen, ja noch eine Weile dauern. Möglicherweise lassen sich die Genossen aber doch noch überzeugen, ihren Widerstand aufzugeben. Vielleicht mit Geld. Wie wäre es denn mit einer Maut für alle Ortsfremden. Das wäre doch endlich mal ein Stück soziale Gerechtigkeit für die Anwohner. Sozusagen, als Ausgleich für den zu erwartenden Verkehrslärm, vor dem sie, dank einer Schiffshavarie, ein paar Jahre lang Ruhe hatten. Hier könnte man, bei der Erfassung der Mautgebühr, doch einfach auf die umfangreichen Erfahrungen des Verkehrsministers, zurückgreifen. Oder lieber nicht! Ein stimmiges Verkehrskonzept für die ganze Region, ist mal wieder in weite Ferne gerückt. Ein Verbund der drei Orte lässt sich nun mal leider nicht mit betonierten Einbahnstraßen und Köpfen erreichen. Sollte es statt "Flüssiger Verkehr" vielleicht "Flüssiger Autofahrer" heißen? Oder wird es am Ende der überflüssige Autofahrer? Oder eine überflüssige Diskussion? Ich glaube nicht. Nur gemeinsam und vom Willen der vernünftigen Zusammenarbeit getragen, hat unsere Region eine reale Chance. Wie auch immer: Die Klügeren geben sicher auch nicht immer nach, aber fahren gerne kurze Wege, sparsam, vorsichtig und rücksichtsvoll. M. Ollmert zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-02-flüssig |
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