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| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Mai 2005
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Fleischerei Bleich
Schon der Fleischkauf muss Spaß und Genuss bringen. Spaß macht es den Kunden bestimmt. Wer in den Laden im Zehlendorfer Damm 104 in Kleinmachnow kommt, wird sehr herzlich bedient. Hier wird der klassische Katenrauchschinken umgetauft zum Kleinmachnower Schinken, weil irgend jemand die Geschichte mal in den Umlauf setzte. Hier bekommt Paulchen, wie jedes hereinkommende Kind, eine "Kinder-Wurst" oder der Kunde eine fachliche Antwort: Auf die Frage: Wird ein schwäbisches Gericht besser aus geschmortem Schweine-Bauch oder Rücken zubereitet?
Die Garzeit sei genauso lang. Eine der Stammkundinnen, die wöchentlich einkauft, sagt "ich habe immer das Gefühl, ich kaufe die richtige Wurst." Heike Bleich überzeugt Selten- und Viel-Fleisch-Esser durch ihre hohe Qualität. Sie arbeitet nach dem Qualitätsprinzip eines "Naturland"-Betriebes: Damit kauft, verarbeitet und verkauft sie seit 1997 nur heimische Öko-Produkte und Fleisch, das von Tieren stammt, die "zu einem bestimmten Alter heranwachsen, bis sie zur Schlachtung freigegeben werden." Das könne bei Rindern bis zu zwei Jahre dauern, dafür bekommen "die Tiere bei Naturland keine Wachstumshormone", sagt die 37jährige. In ihrer Fleischerei beschäftigt die Unternehmerin, die als junges Mädchen Goldschmiedin werden wollte, bis zu vier Mitarbeiterinnen, davon zwei Auszubildende. Einmal wöchentlich fährt sie durch Berlin und Brandenburg, holt Fleisch- oder Wurstprodukte von 21 anderen Fleischereien ab. "Ich brauche nicht alles selbst herzustellen, die jeweiligen Spezialisierungen meiner Kollegen ergänzen unsere Sortimente." Je nach Saison bietet sie Fleisch und vorbereitete Spieße für den Grill, aber auch kalte Wurstspezialitäten aus Huhn und Truthahn, während der Sommerzeit an. Im Herbst und Winter kaufen die Kunden mehr Fleisch und Wild zum Schmoren und Garen. Heike Bleich kennt die meisten Kunden beim Namen. Wer bei ihr zum Mittagstisch kommt, nimmt an Stehtischen neben dem Imbiß eine Tasse Tee zu sich. Sie bleibt locker, wenn der Laden brummt, so wie an diesem Nachmittag. Ihr Mann und sie leben seit 11 Jahren in Kleinmachnow; er hält ihr im Büro den Rücken frei. Hinter der Ladentheke fragt Verkäuferin Hilke Masche eine Kundin: "Und was darf es jetzt noch Schönes für Sie sein?" Fleischei Bleich (Speiseplatten-Service), Telefon: 03320-321096. (Text/Foto: mmb) zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-05-Fleischerei |
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