| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
April 2005
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50 Jahre TWG!
Mit dem Rücken zur Wand über sich hinaus gewachsen: Die Teltower Wohnungsbau Genossenschaft. Die Teltower Wohnungsbaugenossenschaft (TWG) feiert im Mai ihr 50jähriges Jubiläum. Ein geeigneter Anlass für einen historischen Rückblick, den die TWG exklusiv in einer eigenen Zeitschrift festhält. Aber auch mit Veranstaltungen und einer Ausstellung in Teltow, A.-Wiebach-Straße, reflektiert sie dieses Jahr die gewandelten genossenschaftlichen Wohn- und Lebensformen und die ihrer Bewohner. Begonnen hat die tief in das Kollektiv wirkende, wechselvolle Geschichte der TWG, in Teltows Aufbaujahren zum Industriestandort nach dem Zweiten Weltkrieg, als Wohnraum noch Mangelware war. Der staatliche Wohnungsbau konnte den Bedarf 1955 nicht decken. Es lag daher nahe, an die Tradition des genossenschaftlichen Bauens, Wohnens und Lebens anzuknüpfen. Unter staatlicher Leitung und Regie wurde dann der genossenschaftliche Wohnungsbau ins Leben gerufen. Hilfe und Selbsthilfe waren groß geschrieben, und durch unzählige Aufbaustunden der Genossenschaftsmitglieder entstanden die ersten neuen Wohnungen. Sie waren zu damaligen Zeiten modern und bezahlbar. Viele Bürger waren skeptisch, bezweifelten, ob der persönliche Einsatz sich lohne. Doch die Früchte ihres Tuns und ihrer finanziellen Leistungen, konnten nach und nach geerntet werden: Im Rahmen der demokratischen Strukturen der Genossenschaft bestimmten sie die Wohnkultur mit.
Die anfängliche Zurückhaltung wich in den 50er Jahren einem Ansturm auf die damaligen Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG): Das war die Geburtsstunde der AWG' s. In den Jahren ab 1961 und mit Beginn der Ära staatlicher Planwirtschaft, gehörten Eigeninitiative und Solidarität zu den gesellschaftlichen Grundprinzipien. Der immer noch große Mangel an Wohnraum war nicht beseitigt, auch nicht, als zur industriellen Bauweise übergegangen wurde. Staatliche Regulierung und Reglementierung traten immer stärken in den Vordergrund. Fehlende Ressourcen glichen die DDR-Bürger durch Eigenleistungen aus. Sie pflegten die Grünanlagen, planten und führten Reparaturen aus und engagierten sich in der Hausgemeinschaft. Man kannte sich und half einander. Wer sich besonders engagierte, wurde mit einer "Goldenen Hausnummer", vom Staat belohnt. Dennoch, der über die Jahre immer größer werdende Reparatur- und Instandsetzungsstau war nicht aufzufangen. Die grundlegenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen im Jahr 1989 eröffneten neue Möglichkeiten, aber auch Risiken. Die Gesetze und Regeln der sozialen Marktwirtschaft wirkten rasch. Genossenschaftliches Engagement, Hilfe und Selbsthilfe waren plötzlich wieder sehr gefragt - diesmal ohne staatliche Steuerung. Die Genossenschaft wurde über Nacht ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Für viele Mitglieder war dies theoretisch klar, aber praktisch nur schwer nachvollziehbar. Für die TWG und den genossenschaftlichen Gedanken ergab sich daraus jedoch eine neue Chance. Nach dem gelungenen Start in die bestehende Wirtschaftsform der anderen Hälfte Deutschlands, sanierte die Genossenschaft ihren Bestand. Die Bemühungen, attraktive Wohngebiete zu ermöglichen, gerieten ab Ende der 90er Jahre jedoch noch einmal ins Wanken. Der Bestand erstrahlte zwar in neuem Glanz, war aber nicht für alle bezahlbar. Erst ab Ende 2003 fand die TWG ihre eigene Richtung wieder und zu ihren genossenschaftlichen Stärken zurück. Heute, 50 Jahre nach Gründung der TWG und 16 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands, präsentiert sich die Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eG als leistungsfähiges Wachstumsunternehmen. Die Förderung der über 2300 Mitglieder steht an erster Stelle. Wohnen im Grünen, in sanierten Liegenschaften, zu moderaten Preisen und dies noch vor den Toren Berlins - das will die TWG auch zukünftig mit aller Kraft verwirklichen. Über alle Aktivitäten zu den geplanten Feierlichkeiten informieren wir Sie in unserer Maiausgabe. zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-04-twg |
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