| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
März 2005
|
||
|
Auch die Steckdose für Oma Schulz ist wichtig
Elektro-Gürtler Stahnsdorf seit 25 Jahren im Dienste des Kunden Zunächst eine unerfreuliche Nachricht: Zu seinem 25jährigen Geschäftsjubiläum am 1. April zieht sich Elektromeister Martin Gürtler aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Geschäft zurück. Doch das große Firmenschild mit der Aufschrift "Elektro-Gürtler" in der Potsdamer Allee Nr. 1 wird nicht aus dem Stahnsdorfer Ortsbild verschwinden. Denn das Unternehmen wird von seinem langjährigen Mitarbeiter Bernd Rieck weitergeführt.
Begonnen hatte es 1980. Damals war Martin Gürtler die Gewerbegenehmigung mit der Auflage erteilt worden, Reparaturen und andere Dienstleistungen für die Bevölkerung auszuführen. Es ging kontinuierlich voran. 1989 wurden fünf Mitarbeiter beschäftigt. Das Firmengebäude konnte fertiggestellt werden. Der Bau hatte unter den damaligen Bedingungen zehn Jahre in Anspruch genommen. Die Errichtung des neuen Geschäftshauses 1991dauerte gerade einmal ein dreiviertel Jahr. Zeitweilig standen bis zu 43 Beschäftigte in Lohn und Brot, davon 18 Schwerbehinderte, die für einfache Tätigkeiten eingesetzt wurden. Es gab viel zu tun damals. Später blieben die größeren Aufträge weitgehend aus. Ende 2001 wurde das Verkaufsgeschäft im Erdgeschoss geschlossen. Seitdem betreibt die Firma einen Kleinverkauf von Elektroartikeln im Obergeschoss. In die Ladenräume zog Dr. Peter Willmann mit seiner Zahnarztpraxis ein. Zur Zeit sind sechs Mitarbeiter beschäftigt. Von der Trafostation über die Baustrominstallation bis zur Telefonsteckdose steht praktisch alles auf dem Programm. Die Steckdose für Oma Schulz ist dabei genauso wichtig wie der Großauftrag. Mit dieser Firmen-Philosophie ist Martin Gürtler stets gut gefahren. Daran wird sich auch zukünftig nichts ändern. "Wir sind keine Billig-Firma und wollen es auch nicht sein. Für uns ist stets die Qualität der entscheidende Maßstab." Auch der Kleinverkauf wird weitergeführt, so dass Oma Schulz wegen einer Glühlampe nicht gleich bis nach Teltow oder Potsdam fahren muss. Elektro-Gürtler engagierte sich in der Vergangenheit aktiv für Hilfsaktionen in Osteuropa. So manche Fahrt nach Suceava und anderen Orten in Rumänien hatte Martin Gürtler in den vergangenen Jahren mit seinen Mitstreitern unternommen, um die dort in bitterer Armut lebenden Menschen mit dringend benötigten Artikeln des täglichen Bedarfs zu versorgen. Vorerst hat er jedoch die Organisation dieser Aktivitäten an Eberhard Trodler abgegeben. H. Weiß zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-03-Elektro-Guertler |
|||
|
|||