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| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Oktober 2005
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Viele Gewerke auf engem Raum
Der Zeitrahmen ist eng und die geplante Gebäudestruktur komplex. Für das Bauvorhaben "Bürgerzentrum" in der so genannten "Kuppelmayrschen Siedlung" der Teltower Altstadt sind 33 Aufträge an die unterschiedlichsten Gewerke vergeben worden. "Wir hätten die Lose noch kleiner ausschreiben können", sagt Eckhard Hasler vom Sanierungsträger complan (Gesellschaft für Kommunalberatung, Planung und Standortentwicklung mbH), "aber dann wäre die Koordination dieses komplexen Vorhabens aus Neu- und Altbau nicht mehr zu stemmen gewesen". Es sei jetzt schon schwierig, wenn 20 Gewerke gleichzeitig auf dem Bau sind. Hinzu kommt der Zeitdruck. "Wir bauen den gesamten Komplex in einem Zug und werden wahrscheinlich im Januar 2007 fertig sein", so Hasler. Das bedeutet, dass nicht nur die historischen Gebäude, die das Bürgerbüro, die Stadtverwaltung, die Gastronomie, das Magazin für den Heimatverein beherbergen sollen. Auch der Neubau im Hof, als moderner Veranstaltungssaal soll gleichzeitig fertig sein und dazu auch noch das Umfeld: "Wir wollen die 'Neue Straße' nicht wieder aufreißen, wenn das Bürgerzentrum schon besucht wird", so Hasler. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn gerade das Nebeneinander von Altbausanierung und Neubau erfordert eine bündige Koordination aller Beteiligten, erklärt der Stadtplaner. Mit der Auftragsvergabe ist der Sanierungsträger auch deshalb beauftragt worden, weil complan langjährige Erfahrungen in Sachen "Projektsteuerung" besitzt. Denn von nun an soll alles Hand in Hand gehen. Die Auftragsvergabe musste sich in den Koordinaten einer EU-weiten Ausschreibung bewegen, "in der man nicht stückeln konnte", so Hasler, Außerdem gab die von Stadtverordneten geforderten Kostenreduzierung des ursprünglichen Konzeptes, das Budget vor. Den hiesigen Handwerksbetrieben sollte das Ergebnis der erteilten Zuschläge Mut machen, sich um öffentliche Aufträge wieder intensiver zu bemühen: "Die meisten Lose gingen an Betriebe aus dem Land Brandenburg", verkündet der Stadtplaner, "nur wenige in die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern und keine an ausländische Unternehmen". Für die Großen der Baubranche sei das Teltower Projekt "zu kleinteilig" gewesen. Aber nur ein Betrieb aus Teltow wird in der Kuppelmayrschen Siedlung aktiv werden, ein zweiter Handwerker aus der Region hat den Zuschlag nur ganz knapp verpasst. Dumpingpreise? "Wir bauen zu ganz normalen Baupreisen", sagt Hasler. Trotzdem sei es oft so, dass regionale Betriebe einfach zu teuer seien. Oder sich gar nicht erst anbieten würden: "Wir haben relativ wenig Bewerbungen aus der Region Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf", so Hasler. Wussten die nichts von der Ausschreibung? "Die wurde im Ausschreibungsblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht", so der Stadtplaner. Hinweise dazu gab es im Teltower Stadtblatt, auf der Internetseite der Stadt Teltow und auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung. Karsten Sawalski zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-10-eng |
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