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| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Mai 2005
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Sanierung auf solide Basis stellen
Auch mit einem neuen Geschäftsführer entwickeln sich die seit langem geforderten Sanierungsmaßnahmen für das Teltower Gesundheitszentrum nur sehr langsam. Der neue Geschäftsführer Lars Lindemann zeigt zwar Verständnis für den Unmut im eigenen Hause, aber eine schnelle Lösung kann er nicht anbieten. "Viele Sachen sind 15 Jahre lang verschleppt worden, das weiß ich. Aber dafür kann man mich nicht verantwortlich machen. Seit ich hier bin, ist eine Menge geschehen", sagt Lindemann, der im September 2004 die Geschäftsführerposition seines Vorgängers, Bernd Grieger, im Gesundheitszentrum übernahm. Seit März des vergangenen Jahres ist das Evangelische Diakonissenhaus Berlin, Teltow, Lehnin der neue Eigentümer der ehemaligen "Poliklinik". Unter "einem Dach" vereint das Gesundheitszentrum zurzeit 18 Ärzte in den unterschiedlichsten Fachrichtungen, dazu Praxen für Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Außerdem: Apotheker, Optiker, Orthopädie- und Schuhtechniker, Hörgeräteakustiker und eine Medizinische Fußpflege. Teilweise arbeitet das medizinische Personal als Angestellte des Diakonissenhauses, teilweise sind es "Niedergelassenen Ärzte" und privatwirtschaftliche Einrichtungen. Marode Rohrleitungssysteme, Heizungen, unpraktische Raumaufteilungen und eine unattraktive Außenfassade - der Sanierungsbedarf des Gebäudes ist auch bei der Geschäftsleitung unbestritten und Abwanderungstendenzen findet Lindemann "sehr bedauerlich", aber einen Termin, an dem die Handwerker einziehen werden, kann er noch nicht nennen. Lindenmann zeigt eine Grundlagenstudie, die von einer Berliner Sanierungsfirma für die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Sanierung des Plattenbaus" erstellt wurde. Eine Zeichnung zeigt die Verlagerung der Gänge, als so genannte "Laubengänge", an die Außenwände des jetzt noch grauen Gebäudes. Eine schöne und wohl auch praktische Idee, aber das sei noch nichts Endgültiges. "Eine Investition solchen Ausmaßes muss auf solider Basis geschehen", sagt er. Zunächst einmal hat die Geschäftsleitung Fragebögen erarbeitet, in denen die unterschiedlichsten Ideen der hier Arbeitenden gesammelt werden sollen, um eine größtmögliche "Nachhaltigkeit" zu erreichen. Um ein schnelleres Handeln für die Zukunft zu erwirken, will Lindemann die Fusion der vier beteiligten Gesellschaften unter Dach und Fach bringen. Die Entflechtung dieser Gesellschaften soll, laut Lindemann, bald geschafft sein: "Wenn der Wirtschaftsprüfbericht vorliegt kann das noch in der ersten Hälfte 2005 geschehen". Mit Blick auf das sich verändernde Gesundheitssystem will Lindemann das Gesundheitszentrum dahin entwickeln, "dass es in Teltow wieder eine ambulante Notfallversorgung gibt, mit einem hier stationierten Notarztwagen". Dieses Ziel möchte er gemeinsam mit den Niedergelassenen Ärzten verfolgen. "Alles, was Synergieeffekte schafft, soll genutzt werden", so Lindemann. K. Sawalski zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-05-Sanierung |
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