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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
April 2005
Volksbank Existensgründung
Der Unternehmer und sein Geschäftsplan
Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "markt regional" (mr) traf sich am 18. März '05 zum Unternehmensgründungsgespräch mit Elmer Staudt, Abteilungsdirektor der Abteilung Fördermittel- und Existenzgründungsberatung der Berliner Volksbank. Nicht gleich zu finden, die Kürfürstenstraße 88, 20 Schritte neben dem goldfarbenen Eingang der Hauptfiliale, Ecke Budapester Straße 35 in Berlin-Charlottenburg.

Elmar Staudt, Abteilungsdirektor der Berliner Volksbank

mr: Viele Existenzgründer fühlen sich von ihren Hausbanken abgeschmettert. Es heißt, Kleinkreditnehmern bis 20.000 Euro verwehrten die Banken die finanzielle Unterstützung zur Verwirklichung ihrer Unternehmensideen. Ab welchen Kreditanspruch sehen Sie sich das Geschäftskonzept eines Existenzgründers an?
Staudt: Da wir Kredite ab 1.000 Euro vergeben, sehen wir uns auch kleine Geschäftsideen und Investitionspläne aus allen Branchen an.

mr: Warum scheitern Existenzgründer bei der Umsetzung ihrer Unternehmung, wenn sie mit Fremdkapital gründen wollen?
Staudt: Es gibt zwei entscheidende Kriterien, die ein Gründer auf jeden Fall entweder von Beginn an hat, oder zu entwickeln bereit sein sollte. Das eine ist die Unternehmerpersönlichkeit, das andere ist der Geschäftsplan, der sogenannte Business-Plan.

mr: Wie stellen Sie fest, ob jemand eine Unternehmerpersönlichkeit ist?
Staudt: Meine jahrelangen Erfahrungen und mein Fachwissen helfen mir bei der Urteilsbildung. Der Unternehmer sollte die Verantwortungsbereitschaft für das eigene Unternehmen, einen hohen Grad an Eigeninitiative und den Willen zum Eigenkapitalaufbau mitbringen. Zum Beispiel kann das heißen, dass er sich um Sponsorenverträge mit Sportfirmen für eine Skater-Halle kümmern muss oder Geschäfts- und Kundenkontakte, Kooperationen, Partnerschaften, die Vertriebs- und Absatzwege übernehmen, akquirieren sollte. Und natürlich den selbst geschriebenen Business-Plan erstellen.

mr: Was enthält ein BPW (Geschäfts- bzw. Business-Plan), der zum Erfolg führt?
Staudt: Ich hatte schon mal einen Handgeschriebenen von acht Seiten vorliegen, der so gut war, das die Frau ihren Kredit bekam. Der Geschäftsplan ist auch die Basis für die wirtschaftliche Kontrolle einer Unternehmung (Controlling). Neben der Geschäftsidee sollten alle Einnahmen und Aufwendungen aufgeschlüsselt und erläutert werden. Die Rentabilität des Betriebes muss errechnet und die Liquiditätslage nachvollziehbar sein.

mr: Wo holt sich ein Gründer Hilfe für den Geschäftsplan?
Staudt: Die Berliner Volksbank ist Hauptsponsor des jährlichen Business-Plan- Wettbewerbs, der kostenfreie Veranstaltungen in der Region Berlin-Brandenburg anbietet.
Das Handbuch für einen Business-Plan und die Veranstaltungstermine bekommen Sie über das Internet www.b-p-w.de. oder in der Zentrale der Berliner Volksbank unter der Telefonnummer 3063-4255.

mr: Der Wettbewerb 2005 ist in die zweite Stufe übergegangen. Die Prämierung der zweiten Stufe findet am 15.4.2005 auf der deGut (Deutsche Gründer- und Unternehmertage) statt. Man kann aber noch an der Dritten Stufe des BPW teilnehmen und sich anmelden. Weitere Infos unter der Hotline 030-21252121. (mmb)







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-04-Volksbank




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