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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
Februar 2005
Medizintechnik als Zukunftsbranche

Am 8. April wird es eine Neuauflage des "Technologietag Teltow" geben. In diesem Jahr wollen sich die Unternehmen der Medizintechnologie in der Region, des Landes Brandenburg und Berlin präsentieren und stärker vernetzen.



Der "Technologietag Teltow 2005", soll durch Fachvorträge, moderierte Diskussionsrunden, Ausstellungen und Firmenpräsentationen im Teltower Hotel Courtyard relevante Aspekte der Medizintechnologie aus Sicht von Forschung, Wirtschaft und Politik beleuchten. Thematischen Schwerpunkte sind: "Die Medizintechnik als Zukunftsbranche, Berlin-Brandenburg als Medizintechnikstandort Nr. 1 in Deutschland, die Vernetzung von produzierenden Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kliniken". Das kündigten die Organisatoren, der Unternehmerverband Brandenburg und die Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung (MIT), in einer Pressekonferenz an. Bereits der Technologietag im Jahr 2004 sei "mit großem Erfolg" durchgeführt worden, sagt Norbert Gölitzer, Bezirksgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Brandenburg, man habe 37 Aussteller und über 200 Besucher verzeichnen können. Auch mit dem Interesse an der aktuellen Messe ist der Bezirksgeschäftsführer zufrieden: "Als Aussteller haben sich bis jetzt 20 Unternehmen angemeldet". Die Schirmherrschaft der Veranstaltung werde die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg, Dagmar Ziegler, übernehmen. Sie wird in einem Vortrag auf die Perspektiven des Medizintechnikstandort Berlin-Brandenburg eingehen. Außerdem soll in einer Podiumsdiskussion die "Vernetzung von Kliniken und Produzenten" Geprächsthema sein.
"Medizinische Unternehmen bilden in dieser Region einen Schwerpunkt", sagt Ulrich Ditzsch, Geschäftsführer vom Technologiezentrum Teltow (TZT). In Teltow sind zur Zeit zwei Unternehmen ansässig, die sich mit innovativen Produkten auf dem Medizintechnik-Markt erfolgreich platzieren konnten: Die Somatex Medical Technologies GmbH, die als Spezialist in Entwicklung und Produktion von hochwertigen medizintechnischen Instrumenten gilt, und die Celon AG, die eigens entwickelte Geräte für Verfahren der lokalen thermischen Zerstörung kranken Gewebes herstellt und vertreibt. Beide Unternehmen werden sich auf dem Technologietag präsentieren. "Wir wollen das Management der Kliniken auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen dieser Region aufmerksam machen", sagt Frank Kniep. Der Manager der Somatex GmbH könne für das eigene Unternehmen eine "relativ hohe Absatzquote" verzeichnen, aber "im Allgemeinen klagt die Branche in Berlin-Brandenburg über schlechte Zahlen", so Kniep. Ursache dafür sei der "hohe Kostendruck" unter dem die Krankenhäuser seit der Gesundheitsreform stehen, aber auch die seit Jahrzehnten bestehenden "Verflechtungen" zwischen Klinikmanagement und bestimmten Herstellern, die es neuen Produzenten schwer mache, ins Geschäft zu kommen.
Wie viele Unternehmen in Brandenburg der Medizintechnik zugeordnet werden könnten, sei schwer zu erfassen, sagt der TZT-Geschäftsführer, weil die Tätigkeitsfelder fließend sind. "Auch ein Telekommunikationsunternehmen hat mit Krankenhäusern zu tun, wenn es dort Telefone installiert", so Dietzsch.
Insofern wurden die Auswahlkriterien für die Aussteller bewusst weit gefasst. "Es geht uns in erster Linie darum, Synergien herzustellen und Netzwerke zu befördern", sagt Norbert Gölitzer.
Als Aussteller können sich deshalb auch Firmen bewerben, die nur mittelbar mit medizinischer Technologie zu tun haben. Anmeldeschluss ist Ende Februar.
Karsten Sawalski







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2005-02-Medizintechnik




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