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April 2004
Dritte Runde: "WFK Teltower Altstadt"

Das dritte Treffen des "Wirtschaftsförderkreises Teltower Altstadt" fand am Mittwoch, den 31. März im Sitzungssaal des Alten Rathauses statt. Neben ca. 30 Bürgerinnen und Bürger waren auch Teltows Bauamtsleiter Bernd Wiebrecht und Eckhard Hasler vom zuständigen Sanierungsträger Complan anwesend. Bürgermeister Thomas Schmidt ließ sich leider kurzfristig entschuldigen.
Moderator Uwe Valentin stellte Eingangs der Veranstaltung fest: "Das Grundproblem für den unattraktiven Zustand der Altstadt sind die zahlreichen sanierungsbedürftigen, oft zum Verkauf oder zur Vermietung stehenden Immobilien. Es würden deshalb dringend Investoren benötigt. Diese ließen sich allerdings nur auf der Basis eines zukunftweisenden Standortimages in Form eines städtebaulichen Leitbildes zur Ansiedlung motivieren. Ein engagiertes Stadtmarketing inklusive der Ausweisung zeitlich definierter Ziele, wie zum Beispiel die Fertigstellung des Verwaltungszentrums "Kuppelmayrschen Siedlung", die Realisierung der "Nordspange", die Gestaltung der endgültigen Verkehrslösung "Ruhlsdorfer Platz" bis hin zu Aussagen betreffs gewerblicher Ansiedlungsprofile seien notwendig.
Er begrüßte in diesem Zusammenhang die von der Complan im Internet installierte Immobilienbörse und gab Complan-Vertreter Eckhard Hasler Gelegenheit dazu einige Ausführungen zu machen. "Es sei gelungen, so Hasler, dass teilweise auch Teltower im Bereich der Altstadt investierten, überwiegend kämen die Interessenten jedoch von außerhalb, meistens aus den angrenzenden Berliner Stadtbezirken. Manche auch von weiter weg, so aus Hamburg, Stuttgart und München. Die Möglichkeiten im Internet würden über alle Altersgrenzen hinweg genutzt. Dadurch eröffneten sich gute Kontaktmöglichkeiten, es gebe aber keine Garantien für Umsetzungen. Von den angesprochenen Maklern zeigte über die Hälfte kein Interesse an der Börse".
Auf eine Frage Valentins nach der Zusammensetzung der Interessenten antwortete Hasler: "Über 80 Prozent seien an Wohneigentum zur Selbstnutzung interessiert, es gebe aber auch Handwerker als Selbstnutzer. Freiberufler, wie Ärzte und Architekten, nutzten vielfach Abschreibungsmöglichkeiten. Die Nachfrage von Gewerbetreibenden sei zur Zeit verhalten."

Uwe Valentin: "In der jetzigen Situation sicher nicht anders zu erwarten, dennoch - Altstadtbesucher suchen Einzelhändler, Dienstleister und gastronomische Angebote." Die Altstadt nur als Wohngebiet könne er sich nicht vorstellen. Der Kern der Altstadt sollte auch als kulturelles Zentrum entwickelt werden, in Potsdamer Straße sei hingegen ein ausgewogener gewerblicher Branchenmix an zustreben. Bauamtsleiter Bernd Wiebrecht: "Als Wohngebiet werde die Altstadt ein Selbstläufer, wenn die Bedingungen stimmten. Zur Ansiedlung von Gewerbebetrieben verwies er auf die Anfang der 90er Jahre gefällten Entscheidungen, die die Sache erschwerten. Gegenüber hochwertigem Handel äußerte Wiebrecht Skepsis. Er gab zu bedenken, auch mit der "Nordspange" sei auf der Potsdamer Straße mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von bis zu 10.000 Fahrzeugen zu rechnen. Man müsse sehen, was machbar sei. Es bedürfe eines Stadtmarketings nicht nur für die Altstadt, sondern für die gesamte Stadt. Die Verwaltung bemühe sich, doch die Mittel seien nun einmal knapp."
In der folgenden Diskusionrunde wurden dann weitere vielfältige Ansichten, Vorschläge und Probleme diskutiert. So unter anderem die unzureichende Vorbildwirkung der Stadt selbst bezüglich ihrer Grundstückssituationen Breitestraße 30 und Ritterstraße 23. Weiterhin wurden nach wie vor die Ordnung und Sauberkeit in der Altstadt bemängelt, siehe z.B. der "Schiefe Turm von Teltow" - Telefonzelle am Zickenplatz.

In Fortsetzung des "WFK" verständigte sich man darauf, folgende zwei Projektgruppen zu bilden:
- "PG Altstadt-Events"- Ziel ist es kulturelle und freizeitliche Aktivitäten in koordinierter Form zu organisieren, um so die Altstadt mit ihremEntwicklungspotential mehr in das Bewustsen der Bürger und Gäste Teltows zu rücken.
- "PG Leitbildentwicklung"- sie soll zur Förderung der Investorengewinnung unter Berücksichtigung bestehender Bauherrenerfahrungen beitragen.
Info's: Tel. 0171/ 75 33 271
uv







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-04-WFK




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