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Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin
Februar 2004
Schleusenbrücke - Aussicht auf Wiedereröffnung

Ab Mitte 2005 soll es nun endlich soweit sein. Die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Stahnsdorf und Kleinmachnow wird wieder Realität.
"Zunächst wird es aber noch mal laut", warnt Hans-Jürgen Heymann vom Wasserstraßen-Neubauamt in Berlin. In den kommenden Wochen sollen nämlich die Pfahlrohre für den Neubau der Kleinmachnower Brücke in den schlammigen Boden des Teltowkanals gerammt werden. "Wir wollen dann Anfang nächsten Jahres die neue Brücke rüber bekommen", sagt Heymann zuversichtlich. Der Behördenleiter geht davon aus, dass im Frühjahr 2005 die Fuß-gängerbrücke fertig gestellt wird und ab Mitte des nächsten Jahres die ersten Autos über den Teltowkanal fahren können - "wenn keine technischen Probleme auftreten".
Heymann ist sich bewusst, dass die Verbindungsbrücke zwischen Kleinmachnow und Stahnsdorf schon seit zwei Jahren hätte befahrbar sein können. Aber die lange vorher geplante neue Schleusenbrücke verfing sich in einer Warteschleife. Nicht erst im Juli 2002, als von einer Initiative gegen mögliche Lärmbelästigungen wegen Durchgangsverkehr geklagt wurde. Die Verhinderung des Schleusenausbaus geht bis 1998 zurück.
Für den Gastronomen Gunther Lassotta, der beiderseits des Teltowkanals die "Waldschänke" (Stahnsdorfer Seite) bzw. das "Gasthaus Zur Schleuse" (Kleinmachnower Seite) betreibt, bedeutet die Ankündigung der Fertigstellung das Licht am Ende eines sehr langen Tunnels. Lassotta, der seit 1992 Pächter des "Gasthauses zur Schleuse" ist, hat seit dem viel einstecken müssen: Erst 1996 habe er erfahren, wer für den Bau zuständig ist. Mit der anschließend gegründeten Interessengemeinschaft habe man leider nicht viel erreichen können, worauf sich Lassotta wieder zunehmend um das eigene Geschäft kümmerte. Der Gastronom sucht keine Schuldigen. Obwohl, 1994 habe der heutige Familienbetrieb noch 21 Mitarbeiter(!) beschäftigen können. Lassotta: "Die Entwicklung zum Stellenabbau kann man sicher nicht alleine auf den Brückenbau schieben - da spielt auch die wirtschaftliche Entwicklung eine Rolle". Dazu seien für Ihn und alle anderen gewerblichen Anlieger große Erschwernisse durch die Straßenbauarbeiten auf Stahnsdorfer Seite gekommen: "Wir waren komplett eingezäunt", sagt Lassotta.
Entmutigt wirkt der Gastronom dennoch nicht. Die Brücke habe zwar 50 Prozent seines erwarteten Umsatzes verdrängt, aber: "Wir sind immer noch da", sagt Lassotta zuversichtlich.
Der Pächter hofft, dass die unter Denkmalschutz stehende Schleusenanlage, wie in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, wieder zu einem beliebtem Ausflugsziel wird. Vielleicht locken schon die Bauarbeiten im Sommer interessierte Gäste an, so die Hoffnung.
ks







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Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-02-Schleuse




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