| Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin |
Februar 2004
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Erfreulich: Großes Bürgerinteresse an RGV-Initiative
Der RGV lud zur Info-Veranstaltung für die Wiederbelebung der Teltower Altstadt ein Beschaulich und still wirkt die Teltower Altstadt im Schnee. Schade nur, dass nirgends eine warm beleuchtete Gaststätte zur Einkehr einlädt. Noch nicht. "Das Stadtzentrum befindet sich in einem leblosen Zustand", sagt Uwe Valentin vom Regionalen Gewerbeverein (RGV) und befürchtet für die Zukunft noch Schlimmeres: "Es besteht die Gefahr, dass Handel und Gewerbe stetig verschwinden". Etwa 40 Teltower Bürger haben sich am Abend des 26. Januars 2004 im ehemaligen Feuerwehrhaus an der Ritterstraße eingefunden. Der RGV hat es sich zum Ziel gesetzt, die Teltower Altstadt aus ihrem "Dornröschenschlaf" zu wecken. Die Geschäftsaufgaben entlang der Potsdamer Straße nehmen zu - auch das Trendkaufhaus ist davon betroffen. Valentin appelliert an die Anwesenden, die weitere Entwicklung Teltows nicht allein der Stadtverwaltung zu überlassen, sondern sich "als Bürger in einem Gremium einzumischen". Ein solches will der RGV mit der vorläufigen Namensgebung "Wirtschaftförderkreis" (WFK) initiieren, um damit "alle beteiligten Parteien miteinander ins Gespräch zu bringen". Ein erster Schritt ist gemacht: Nicht nur interessierte Bürger, sondern auch Vertreter der Kommune und des Sanierungsträgers sind eingeladen. Valentin legt die Ideen des RGV vor: Zeitgleich mit der Sanierung der Kuppelmayerschen Siedlung (mit der Baugenehmigung rechnet die Stadt im April 2004) soll die Verlängerung der Oderstraße, als so genannte "Nordspange", betrieben werden. Eine dadurch mögliche Verkehrsberuhigung der Potsdamer Straße schafft letztendlich gute Chancen für eine Neuansiedlung von Handel und Gewerbe. Eckhard Hasler vom Sanierungsträger "complan" sieht es genau so. Allerdings "steht und fällt Vieles mit den Geld", sagt Hasler und verweist für die Zukunft des Spangensystems auf die noch nicht stehende Haushaltsplanung der Stadt Teltow. Die ursprüngliche Rahmenplanung für das zu sanierende Gebiet sei jetzt modifiziert worden. Zielsetzung: "Die Altstadt soll wieder kulturelles und gesellschaftliches Zentrum werden", so Hasler. Die Grundstücksflächen zur Potsdamer Straße hin hätten "gute Chancen für ein zwar kleinteiliges aber qualitativ gutes Gewerbe". Bisher seien Investitionen hauptsächlich im Gespräch mit den Banken gescheitert, weil deren Konzepte nicht wirtschaftlich überzeugen konnten. Erst mit Fertigstellung der Kuppelmayerschen Siedlung, mit der im Jahr 2006/07 gerechnet werde, könnte das momentan geringe Interesse an Investitionen auf diesen Grundstücken gesteigert werden, meint der Vertreter des Sanierungsträgers. Aber wer macht den Anfang?", fragt Hasler. Der Gordische Knoten scheint die Teltower Altstadt fest im Griff zu haben. "Die Probleme dürfen nicht isoliert aufgegriffen werden", fordert denn auch Bauamtsleiter Bernd Wiebrecht, der die Initiative des RGV ausdrücklich begrüßt. Ab Mai diesen Jahres nach Vorliegen der Baugenehmigung erfolgt die erforderliche europaweite Ausschreibung des Sanierungsvorhabens, so dass noch in diesem Jahr mit den notwendigen Abbrucharbeiten in der Kuppelmayerschen Siedlung begonnen werden kann. Anfang 2005 soll dann deren Aufbau beginnen, versprach der Bauamtsleiter. Zeitgleich könnte "mit wenig Aufwand die Nordspange in Angriff genommen werden", so Wiebrecht. "Wenn das Geld da wäre." Sein Vorschlag, dass die ansässigen Unternehmer sich stärker als Sponsoren betätigen, stieß auf massive Kritik im Publikum und beim RGV. Denn nicht nur das ehemalige Feuerwehrhaus ist ein Beispiel dafür, wie öffentliche Aufträge an auswärtige Firmen vergeben wurden. Valentin mahnt, dass die Stadt in Zukunft mehr einheimische Handwerker bei kommunalen Objekten einbeziehen sollte. "Wir unterstützen gerne, aber es muss ein Geben und Nehmen sein". Dennoch regt Valentin an, dass man über einen längeren Zeitraum Spenden sammeln könne, die zweckgebunden und vom Gremium kontrolliert für infrastrukturelle Maßnahmen eingesetzt werden. (Bspl. Aktion "Blumenampel für die Altstadt" der Agenda-Gruppe Schröder, Grainer)) An weiteren Ideen mangelt es von Seiten der Bürger nicht: Cafés, Weinstuben, Ateliers und eine wieder in Betrieb genommene Dampferanlegestelle würden der Altstadt die nötige Wohn- und Besuchsqualität geben. Teltow muss wieder über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht werden! Um diese Ideen zu vertiefen, und um daraus konkrete Entwicklungspläne zu schmieden, lädt der RGV am Montag den 1. März ab 19 Uhr zu einer ersten Sitzung des "Wirtschaftsförderreises Teltower Altstadt" ins Bürgerhaus Teltow, Ritterstr. 10 ein. Folgende Themen sollen beraten werden: - Bewertung touristischer Anziehungspunkte der Altstadt - Möglichkeiten für Kunst und Kultur in der Altstadt - Möglichkeiten der Gewerbeansiedlung (Wo ?, Was?) Die Veranstaltung ist öffentlich. Ob Bürger oder Unternehmen, der RGV freut sich über jede engagierte Teilnahme. ks zurück zur Übersicht zurück zur STARTSEITE Archiv-Bezeichnung (intern): 2004-02-RGVInitiative |
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